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KMU und Innovation

Die Nachfolgetätigkeit zum Grünbuch zur Innovation und sein Interesse für KMU waren Thema einer Rede von Herrn Vicente Parajon Collada, dem stellvertretenden Generaldirektor von GD XIII, auf den "Ersten KMU-Technologietagen", die vom 30. bis 31. Oktober 1996 in Brüssel stattfa...
Die Nachfolgetätigkeit zum Grünbuch zur Innovation und sein Interesse für KMU waren Thema einer Rede von Herrn Vicente Parajon Collada, dem stellvertretenden Generaldirektor von GD XIII, auf den "Ersten KMU-Technologietagen", die vom 30. bis 31. Oktober 1996 in Brüssel stattfanden.

Generaldirektion XIII der Europäischen Kommission (Telekommunikation, Informationsmarkt und Nutzung der Forschungsergebnisse) koordinierte die Diskussionen über das Grünbuch der Gemeinschaft zur Innovation und wird für die Umsetzung des "Aktionsplans zur Innovation" zuständig sein, der im Dezember 1996 vom Europäischen Rat in Dublin veröffentlicht wird.

In seiner Rede betonte Herr Parajon Collada die Bedeutung von Innovation für die Wettbewerbsfähigkeit europäischer KMU, die mit der Wahl zwischen "innovieren oder verschwinden" konfrontiert würden. Das im Dezember 1995 veröffentlichte Grünbuch der Kommission analysierte die Schranken zur Innovation in Europa und präsentierte etwa 130 Aktionsvorschläge. EU-weit sowie in Norwegen und Irland wurden insgesamt über 40.000 Exemplare des Grünbuchs verteilt. Darüber hinaus wurden in allen 17 Ländern Konferenzen veranstaltet mit dem Ziel, die Debatte zu erweitern. Am 29. Mai fand in Rom eine Abschlußkonferenz statt. Im Anschluß an diese Abschlußkonferenz wurde der "Aktionsplan zur Innovation" formuliert, dessen Annahme für Mitte November vorgesehen ist.

Die Debatte über Innovation hat drei wichtige Prioritätsbereiche hervorgehoben, in denen Maßnahmen erforderlich sind. Die Erfordernisse innovativer KMU liegen im Kern dieser Maßnahmen, die folgende einschließen:

- 1. Die Schaffung einer innovationsbegünstigenden Umgebung im finanziellen, regulativen und rechtlichen Umfeld durch:
1.a. Verbesserung des Zugangs von KMU zu Fördermitteln;
. Fördern der Investition von eigenen Ressourcen und Risikokapital;
. Unterstützen der Entwicklung europäischer Kapitalmärkte für technologische Unternehmen;
. Stärken der Verbindungen zwischen dem technologischen und dem finanziellen Sektor.

1.b. Verbesserung des Schutzes geistiger Eigentumsrechte und Reduzieren der Kosten dieses Schutzes.

1.c. Verringern der Belastung durch administrative Verfahren, die für innovative KMU hohe Kosten beinhalten, in drei Bereichen:
. Der Gründung von Unternehmen;
. Im Bereich der die Innovation betreffenden Vorschriften, beispielsweise einigen der Binnenmarktgesetzen;
. Innovationsunterstützende Dienste durch Einrichten von "One-Stop-Shops" für KMU.

- 2. Verbessern von Kooperation und Verbindungen zwischen Forschung und Industrie, wobei Maßnahmen in diesem Bereich aber hauptsächlich national sein sollten, mit Begleitmaßnahmen auf Gemeinschaftsebene, und auf folgendes abzielen sollten:
. Steigern der Finanzierung für Forschung;
. Verbessern der Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen in verschiedenen Ländern, um die Verzettelung von Forschungsbemühungen zu verringern;
. Verbessern der Zirkulation von Fachwissen, Verfahren und Technologien in Europa, um die unvollständige Nutzung bestehender Technologien zu verringern;
. Fördern der Schaffung von Unternehmen mit einer starken technologischen Basis.

- 3. Förderung einer echten Innovationskultur in Europa durch Umsetzen von Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene in den folgenden Bereichen:
. Allgemeine und berufliche Bildung;
. Verbesserung der Mobilität von Studenten, Forschern und Technikern in der EU;
. Zunehmende Sensibilisierung unter Europäern bezüglich der Vorteile von Innovation;
. Fördern der Verwaltung von Innovation und Änderungen innerhalb von Unternehmen.

Die Kommission wird außerdem die Ausrichtung von FTE-Programmen auf Nutzung und Verbreitung der erreichten Forschungsergebnisse verstärken.

Zum Abschluß seiner Ansprache erinnerte Herr Parajon Collada sein Publikum an die diversen Unterstützungsdienste für KMU, die das INNOVATION-Programm bereits anbietet:

- das Netz von Innovation Relay Centres in Europa, das Unternehmen spezialisierte regionale Dienste, einschließlich die Partnersuche, bietet;
- die INNOVATION Technologietransfer- und Technologievalidierungsprojekte, die speziell für innovationswillige KMU bestimmt sind;
- der CORDIS F&E Informationsdienst, der eine umfassende Informationsquelle über gemeinschaftliche Forschungstätigkeiten bietet;
- die Erbringung von Patent- und geistiges Eigentum betreffenden Diensten, einschließlich das Recherchen-Tool QUICK SCAN;
- die Unterstützung von "Risikokapital-Foren" für KMU.


Quelle: Europäische Kommission, GD XIII
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