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EITC'96 - Europäische Informationstechnologie-Konferenz und -Ausstellung

EITC'96, die jährliche Europäische Informationstechnologie-Konferenz und -Ausstellung, fand vom 25. bis 27. November 1996 in Brüssel statt. Die EITC wird von GD III der Europäischen Kommission organisiert und ist die wichtigste europäische Konferenz im Bereich Informationstech...
EITC'96, die jährliche Europäische Informationstechnologie-Konferenz und -Ausstellung, fand vom 25. bis 27. November 1996 in Brüssel statt. Die EITC wird von GD III der Europäischen Kommission organisiert und ist die wichtigste europäische Konferenz im Bereich Informationstechnologien.

Die EITC'96 hatte das "Geschäftsleben in der Informationsgesellschaft" zum Thema, wobei der Schwerpunkt bei elektronischem Handel, befähigenden Technologien, Zugang zu Finanzierungsmitteln, Ausbildung und Informationstechnologie-Anwendungen lag. Die programmatischen Reden von Christian Thommessen, General Manager von IBM Global Network in Europa, dem Nahen/Mittleren Osten und Afrika einerseits und Tim Berners-Lee, Direktor des W3 Konsortiums und Erfinder des World Wide Web andererseits, rückten den hohen Status der Veranstaltung ins rechte Licht.

Über 1.500 Teilnehmer aus Industrie, Forschungsorganisationen, den europäischen Institutionen und Einrichtungen sowie Vertreter der einzelstaatlichen Regierungen besuchten die Konferenz. Die Ausstellung zeigte Technologien und Erzeugnisse, die von Unternehmen mit Fördermitteln aus dem spezifischen FTE Programm der Gemeinschaft im Bereich Informationstechnologien (ESPRIT) entwickelt wurden, und machten das Potential von Technologietransferaktionen deutlich, die im Rahmen von ESPRIT gefördert werden. Die Teilnehmer hatten auch Gelegenheit, zahlreiche Anwendungen im Cybercafé auszuprobieren, wie z.B. CORDIS, den F&E Informationsdienst der Gemeinschaft, und die Initiative "Web für Schulen" zu begutachten, durch die Lehrer darin unterwiesen werden sollen, wie sie das World Wide Web in ihren Unterricht einbeziehen können.

Eine Hauptattraktion der Veranstaltung war die Vergabe des Europäischen Informationstechnologie-Preises (ITEA'96), der von Herrn Jaques Santer, Präsident der Europäischen Kommission, am 26. November überreicht wurde. ITEA'96 wird vom Programm ESPRIT und von Euro-CASE, dem Europäischen Rat für angewandte Wissenschaft und Technik, gemeinsam organisiert und dient zur Anerkennung innovativer Informationstechnologieprodukte mit ausgezeichnetem Marktpotential. Die Prämie ist Organisationen aus der EU sowie aus mittel- und osteuropäischen Staaten, Norwegen, Island, Liechtenstein und Israel zugänglich.

Es kamen 25 Wettbewerber in die engere Wahl, von denen drei mit dem Großen ITEA'96 Preis prämiiert wurden, indem sie jeweils eine ITEA Trophäe und ECU 200.000 erhielten. Die anderen 22 erhalten jeweils Zweite Preise in Höhe von ECU 5.000. Die drei Großen Preise gingen an folgende Unternehmen:

- 3D Scanners aus London, Großbritannien: Model Maker, das erste Handheld-Produkt, das physikalische Objekte schnell und genau einscannen kann, um auf diese Weise 3D Computermodelle zu erstellen.

- Data Fellows aus Espoo, Finnland: Die Produktfamilie F-Secure Cryptography bietet geschütztes Remote Login und Dateientransfer für den Datenschutz im Konzernumfeld, gestützt auf SSH Technologie.

- Oticon aus Hellerup, Dänemark: Digifocus, das erste völlig digitale am Ohr getragene Hörgerät. Digifocus stützt sich auf einen winzigen neuen Mikrochipsatz, der die Verarbeitungsleistung eines Desktop Computers bietet.


Quelle: CORDIS Information Collection Unit
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