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Forschung im Bereich der transmissiblen spongiformen Enzephalopathien (TSE)

Die Europäische Kommission, GD XII, hat eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für FTE-Aktivitäten in bezug auf transmissible spongiforme Enzephalopathien (TSE) im Rahmen des spezifischen FTE-Programms der Gemeinschaft Im Bereich der Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agro-Industrie, Lebensmitteltechnologie, Forstwirtschaft, Aquakultur und Entwicklung des ländlichen Raums) (FAIR) veröffentlicht.

Diese Ausschreibung bezieht sich auf Ziele, FTE-Maßnahmen und Demonstrationsaktivitäten des Teilbereichs 4.4.2 -"Tiergesundheit" in Bereich 4 des FAIR-Arbeitsprogramms. Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen, die die Voraussetzungen erfüllen, werden aufgefordert, Vorschläge für FTE-Maßnahmen entweder in Form von Aktionen auf Kostenteilungsbasis (FTE-Projekte, Demonstrationsprojekte) oder als konzertierte Aktionen in folgenden Bereichen vorzulegen:

- 1. Entwicklung spezifischer, sensitiver, praktischer und schneller Tests für die Diagnose von TSE-Infektionen oder für den Nachweis krankheitsspezifischer Marker, die in der vorklinischen und/oder klinischen Phase der Krankheit am lebenden Tier angewandt werden können;
- 2. Züchtung transgener Mäuse für die Entwicklung sensitiver, schneller biologischer Verfahren zum Nachweis von TSE-Infektionen in Rinder- und Schafsgewebe oder daraus gewonnenen Erzeugnissen;
- 3. Bestimmung der Infektiosität von Rinder- oder Schafsgewebe, Milch oder Blut sowie daraus gewonnenen Erzeugnissen, die als Futter- bzw. Lebensmittel oder in Arzneimitteln und Kosmetika verwendet werden, durch sensitivere Verfahren als mit herkömmlichen Mäusen;
- 4. Erarbeitung wirksamer, sicherer Protokolle für die Inaktivierung von TSE-Erregern während der kommerziellen Verarbeitung tierischer Gewebe, insbesondere derjenigen, die als Futter- oder Lebensmittel oder in Arzneimitteln oder Kosmetika verwendet werden;
- 5. Nachweis von latenten BSE-Infektionen bei Rindern;
- 6. Bestimmung der maternellen Faktoren, die dafür verantwortlich sind, daß bei Nachkommen von Rindern mit bestätigter BSE ein höheres Risiko für das Auftreten der Krankheit besteht;
- 7. Vergleich der biologischen Merkmale (z. B. Stammtypen) bei Isolaten von TSE-Fällen;
- 8. Bestimmung des Auftretens, der Inzidenz und des Grades der Kreuzkontamination von Schlachtkörperfleisch durch Zentralnervengewebe von Rindern, Schafen und anderen Arten bei herkömmlichen Schlacht-, Zurichtungs- und Zerlegungsverfahren sowie Erarbeitung von Methoden zur Ausschaltung oder Senkung des Risikos;
- 9. Bestimmung der relativen Effizienz der oralen und der intrazerebralen Infizierung mit dem BSE-Erreger bei verschiedenen Arten und Untersuchung, ob orale Dosen, die einzeln verabreicht unwirksam sind, bei wiederholter, lang- oder kurzzeitiger Verabreichung die Krankheit auslösen können;
- 10. Bestimmung der Kofaktoren, die das Auftreten einer TSE beim Tier begünstigen, verzögern oder verhindern, sowie Ermittlung möglicher Vektoren.

Das Arbeitsprogramm, ausführliche Informationen über Verfahren für die Einreichung von Vorschlägen (Informationspaket) sowie ein Muster des Vertrages, der für die angenommenen Vorschläge abgeschlossen wird, können bei den Kommissionsstellen angefordert werden. Auf Anfrage ist auch eine Beschreibung der Arbeiten erhältlich, die im Rahmen verbundener Gemeinschaftsprogramme durchgeführt werden.

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