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Isländische Standortbestimmung zum Fünften Rahmenprogramm

Island hat sich vollumfänglich an dem gemeinschaftlichen Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung nach den Bestimmungen des am 1. Januar 1994 in Kraft getretenen EWR-Abkommens beteiligt. Die isländische Standortbestimmung zum Fünften Rahmenprogramm enthält e...
Island hat sich vollumfänglich an dem gemeinschaftlichen Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung nach den Bestimmungen des am 1. Januar 1994 in Kraft getretenen EWR-Abkommens beteiligt. Die isländische Standortbestimmung zum Fünften Rahmenprogramm enthält einige erste Meinungen und Bemerkungen von allgemeiner Art über das Fünfte Rahmenprogramm.

Island bring seine allgemeine Zufriedenheit mit dem Vierten Rahmenprogramm zum Ausdruck. Island schlägt vor, dem Fünften Rahmenprogramm eine ähnliche Struktur zu geben, jedoch mit dem Schwerpunkt auf generischen Technologien zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und des Beschäftigungsgrades und zur Verbesserung der Lebensqualität auf nachhaltige Art und Weise. Die Standortbestimmung unterstützt auch den Vorschlag, Forschung auf eine Anzahl sorgfältig ausgewählte Gebiete zu konzentrieren und eine problemorientierte Vorgehensweise zu wählen.

Die isländische Standortbestimmung betont die Notwendigkeit der Erarbeitung von flexibleren und schnelleren Verfahren für die Bearbeitung von Anträgen. Dies wäre für alle Beteiligten ein Vorteil und die Teilnahme von KMU ermutigen. In diesem Zusammenhang würde Island eine ausgeprägte KMU-Aktion unterstützen die eine horizontale Verbindung zu allen relevanten spezifischen Programmen aufweist.

Die Bedeutung der Umweltforschung wird ganz besonders hervorgehoben. Island sieht diese Forschung als eine grundsätzliche Notwendigkeit zur Erhaltung der europäischen Industrie, insbesondere von Industriezweigen, die biologische Ressourcen nutzen, und die Nahrungsmittelindustrie. Außerdem wird die Minimierung der Umweltbelastung und ein verbessertes Verständnis für ökologische Prozesse gefordert. Die isländischen Behörden glauben an eine Konzentration der Forschung auf die Entwicklung der nachhaltigen, rationellen Nutzung der natürlichen Ressourcen und das Verständnis der in der Natur ablaufenden Prozesse, die - mit oder ohne Beeinflussung durch den Menschen - die grundsätzlichen Verhältnisse in unserer industrialisierten Gesellschaft allmählich oder plötzlich ändern können.

Island fordert auf, dem Problem der Nutzung und der nachhaltigen Bewirtschaftung der biologischen Ressourcen des Bodens und des Meere besondere Aufmerksamkeit zu schenken, insbesondere, um die Fähigkeit der europäischen Industrie zur Produktion von Produkte von hoher Qualität und Sicherheit bei hoher Wertschöpfung im Rahmen einer wettbewerbsintensiven Marktwirtschaft zu erhalten. Auch der Biotechnologie hinsichtlich ihrer Anwendung auf pflanzliche und tierische Genetik, sowie der Medizin und menschlichen Gesundheit sollte unter Konzentration auf genetisch bedingte Erkrankungen und Virusinfektionen und Einbeziehung neurodegenerativer Forschung entsprechende Aufmerksamkeit gewidmet werden.

In der Standortbestimmung wird auf die Notwendigkeit der Weiterverfolgung der Entwicklung, Erprobung und Anpassung von Kommunikations- und Informationstechnologien hingewiesen. Island ist sich bewußt, daß in den kommenden Jahrzehnten sowohl die Grundtechnologien als auch die Anwendungen der Telematik-, Kommunikations- und Multimedientechnik von ausschlaggebender Bedeutung für die Entwicklung, Innovation, Beschäftigungsentwicklung und internationalen Handel sein werden.

Die sozialen und wirtschaftlichen Aspekte der neuen Technologien verdienen in dieser Hinsicht ganz besondere Aufmerksamkeit.

Die weitere friedliche Entwicklung der europäischen Integration ist sehr stark von der Berücksichtigung nationalen Gefühle und der Beachtung nationaler kultureller Werte abhängig. Island nimmt zur Kenntnis, daß Untersuchungen auf diesem Gebiet insbesondere unter Einbeziehung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt in Europa einen Beitrag sowohl zur Erhaltung dieses Erbes als auch zu harmonischen Beziehungen zwischen verschiedenen Kulturen und Tendenzen leisten können. Es wird empfohlen, diese Dimension in allen Bereichen in Betracht zu ziehen und in einem gesonderten Programm spezifisch anzusprechen.

Die isländische Standortbestimmung unterstützt des weiteren die Fortsetzung und sogar Erweiterung der Ausbildungs- und Mobilitätsprogramme, sowie Untersuchung von Möglichkeiten zu ihrer Verbindung mit Erziehungs- und Berufsbildungsprogrammen.


Quelle: CORDIS Information Collection Unit
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