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Qualität der Europäischen Telekommunikationsdienste

Die Europäische Kommission, GD XIII, hat den Abschlußbericht einer Studie mit dem Titel "Harmonization of quality of service parameters for the provision of pan-European telecommunications services within the context of ONP" (Open Network Provision) veröffentlicht.

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Die Europäische Kommission, GD XIII, hat den Abschlußbericht einer Studie mit dem Titel "Harmonization of quality of service parameters for the provision of pan-European telecommunications services within the context of ONP" (Open Network Provision) veröffentlicht.

Die im Auftrag der Kommission von unabhängigen Beratern durchgeführte Studie soll im Hinblick auf die im Januar 1998 einsetzende Liberalisierung des europäischen Telekommunikationsmarktes Fragen der Servicequalität untersuchen. Sie stützt sich auf Erfahrungen mit liberalisierten Märkten in Großbritannien und dem amerikanischen Bundesstaat New York sowie auf an interessierte Teilnehmer innerhalb und außerhalb der EU versandte Fragebögen. Die mit Hilfe der Fragebögen durchgeführte Erhebung erstreckte sich unter anderem auf nationale Regulierungsbehörden, Telekommunikationsbetreiber, Hersteller, Nutzerverbände und Normungsgremien.

Die sachlichen Ziele der Studie lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Feststellung der besten Wege zur Erreichung adäquater durchgängiger Servicequalitätsstandards in der EU;
- Bewertung der Aufgaben, die den einzelnen für die Servicequalität verantwortlichen Beteiligten (Europäische Kommission, nationale Regulierungsbehörden, Telekommunikationsbetreiber, Hersteller, Nutzerverbände und Normungsgremien) zukommen;
- Ermittlung der möglicherweise benötigten technischen und nichttechnischen Servicequalitätsstandards;
- Erarbeitung von Empfehlungen im Hinblick auf Fragen der Servicequalität zur Aufnahme in Zusammenschlußabkommen.

Der Abschlußbericht enthält einen Konzeptrahmen für die Analyse regulativer Eingriffe zur Erstellung optimaler Servicequalitätsvorschriften in der beginnenden Wettbewerbsphase. Dieser Bericht beruht auf Erfahrungen, die in Großbritannien und dem amerikanischen Bundesstaat New York in dieser Phase gesammelt wurden, in der der Wettbewerb in den zentralen Geschäftsfeldern Sprachtelefonie und Netzwerkinfrastruktur äußerst begrenzt ist (es gibt lediglich Funknetzlizenzen und in einigen Fällen Duopole bei bestimmten Festnetzlizenzen).

In den zentralen Kapiteln des Berichtes werden jeweils Vorschläge für einen europäischen Regelungsrahmen gemacht für Situationen, in denen sich der Wettbewerb zu entwickeln beginnt, in denen keine Marktzugangsbeschränkungen in der Sprachtelefonie herrschen bzw. in denen sich ein Wettbewerb auf dem Gebiet der Netzwerkinfrastruktur entwickelt. In diesem Zusammenhang unterscheidet die Studie zwischen Regelung der Servicequalität auf der Ebene des Einzelhandels einerseits und Servicequalitätsregelungen auf der Ebene des Netzzusammenschlusses andererseits. Die abschließenden Kapitel konzentrieren sich auf die Kernpunkte der Empfehlungen mit dem Ziel, den in Europa für die Servicequalität verantwortlichen Beteiligten mehr Orientierungshilfen zur Verfügung zu stellen.


Quelle: Europäische Kommission, ISPO
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