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Umwelt- und Klimaprogramm - Luftgestütztes Polarexperiment

Im Rahmen des teilweise von dem spezifischen FTE-Programm der Gemeinschaft auf dem Gebiet von Umwelt und Klima finanzierten luftgestützten Polarexperiments (APE) sind eine Reihe stratosphärischer Messungen des Ozonabbaus in der Arktik unter Einsatz eines umgerüsteten russische...
Im Rahmen des teilweise von dem spezifischen FTE-Programm der Gemeinschaft auf dem Gebiet von Umwelt und Klima finanzierten luftgestützten Polarexperiments (APE) sind eine Reihe stratosphärischer Messungen des Ozonabbaus in der Arktik unter Einsatz eines umgerüsteten russischen Aufklärungsflugzeugs erfolgreich abgeschlossen worden.

Die letzte Forschungsmission, die vom 20. Dezember 1996 bis zum 15. Januar 1997 dauerte, wurde in Zusammenarbeit mit dem vom deutschen Ozonforschungsprogramm finanzierten POLECAT-Programm durchgeführt. Hauptziel dieser Mission war es, das Konzept stratosphärischer Messungen an Bord des russischen Flugzeugs "Geophysika" zu testen. Sie ist in jeder Hinsicht erfolgreich verlaufen und erbrachte mehrere interessante vorläufige Resultate, unter anderem eine bisher unbekannte Art polarstratospärischer Wolken und eine unerwartet geringe Anzahl von Aerosoltropfen.

Polarstratosphärische Wolken sind für die Abgabe ozonvernichtender Chlorarten verantwortlich, die in der Hauptsache aus künstlichen Verbundstoffen entstehen. Wesentliche Aspekte im Hinblick auf Verhalten und Eigenschaften dieser Wolken sind immer noch äußerst ungewiß. Im Rahmen der APE-Mission wurde zum ersten Mal ein bemanntes Luftfahrzeug zur Beobachtung dieser Wolken eingesetzt. Frühere, im Bereich der Arktik durchgeführte Experimente waren darauf angewiesen, daß unbemannte Ballons zufällig an diesen Wolken vorbeizogen. Die APE-Mission hat unter Beweis gestellt, daß sich zukünftige Einsätze rentieren.

Das luftgestützte Polarexperiment, das auch von dem nationalen Programm für Antarktikforschung Italiens und der Europäischen Wissenschaftstiftung finanzielle Unterstützung erhält, ist Bestandteil einer gesamteuropäischen Forschungsstrategie im Bereich stratosphärischen Ozons. Sie begann mit den Aktionen EASOE (1991-1992) und SESAME (1994-1995) in Polargebieten und mittleren Breitengraden und wird mit der Aktion THESEO fortgeführt, durch die die Forschung im Verlauf der Jahre 1998 und 1999 auf tropische Gebiete ausgeweitet wird.


Quelle: Europäische Kommission
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