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Lieferung von meteorologischen Daten für MARS-Projekt

Die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission hat eine Ausschreibung für die Lieferung von qualitätsüberprüften meteorologischen Daten für das Projekt zur Überwachung der Landwirtschaft mittels Fernerkundung (MARS) veröffentlicht.

Das MARS-Projekt wird von dem Informationssystem für Landwirtschaft (AIS) des Instituts für Weltraumanwendungen der GFS verwaltet und verwendet täglich meteorologische Daten zwecks Eingabe agrometeorologischer Modelle. Seit 1991 erhält ein Auftragnehmer meteorologische Daten vom Netzwerk des Globalen Telekommunikationssystems (GTS), bereitet sie auf, überprüft die Qualität und liefert sie täglich via Internet an das MARS-Projekt. Das MARS-Projekt hat bereits ein Archiv harmonisierter meteorologischer Daten mittels eines Netzes von Stationen in West- und Osteuropa, der ehemaligen UDSSR, den Maghreb-Ländern und der Türkei angelegt. Die vorliegende Ausschreibung betrifft die Fortsetzung des bestehenden Vertrags für die Lieferung von Daten.

Die Lieferer müssen täglich Daten aus dem GTS-Datennetzwerk zusammenstellen. Die Interessengebiete sind: West- und Osteuropa, die ehemalige UDSSR, die Maghreb-Länder und die Türkei. Die zu berücksichtigenden Stationen befinden sich in allen betreffenden Gebieten; ungefähr 2.400 meteorologische Stationen sind gegenwärtig im System zu berücksichtigen. Für jedes Land wird eine Mindestanzahl gleichmässig verteilter meteorologischer Stationen in den Ausschreibungsunterlagen spezifiziert. Die Daten sind aufzubereiten (zu decodieren, zu überprüfen und zu interpolieren, um fehlende Werte einzutragen) unter der Verwendung von AMDAC, der Software zur Decodierung, Archivierung und Qualitätskontrolle meteorologischer Daten. Dieses Paket ist Bestandteil des MARS-Projekts.

AMDAC kennzeichnet zweifelhafte Daten zwecks folgender Überprüfung. Die Outputprüfung von AMDAC und die Kontrolle der beobachteten Werte ist durch einen ausgebildeten Meteorologen durchzuführen, der in einem Umfeld tätig ist, in dem er Zugang zu zusätzlichen Informationen (wie z.B. analysierte Erkundungskarten) hat, die die Grundlage zur Bestätigung oder Ablehnung der beobachteten Werte bilden können. AMDAC muss jeden Tag in Betrieb sein, 7 Tage pro Woche. Die maximale Verzögerung vom Zeitpunkt des Empfangs von Rohdaten durch den Lieferer bis zur Lieferung bearbeiteter Daten an das MARS-Projekt darf 3 Kalendertage nicht überschreiten.

Die zu liefernden Daten umfassen den Zeitraum von 7/1997 bis 5/2000, auf jährlicher Basis.

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