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Norwegische Stellungnahme zum Fünften Rahmenprogramm

Die norwegische Regierung hat ihre Einstellung zur Form des Fünften FTE-Rahmenprogramms veröffentlicht. Norwegen beteiligt sich am Vierten Rahmenprogramm aufgrund seiner Mitgliedschaft des Europäischen Wirtschaftsraums und ist seit 1997 mit den spezifischen Programmen assoziie...
Die norwegische Regierung hat ihre Einstellung zur Form des Fünften FTE-Rahmenprogramms veröffentlicht. Norwegen beteiligt sich am Vierten Rahmenprogramm aufgrund seiner Mitgliedschaft des Europäischen Wirtschaftsraums und ist seit 1997 mit den spezifischen Programmen assoziiert.

Die norwegische Stellungnahme fordert Forschung mit dem Ziel der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie und der Förderung von Innovation. Außerdem wird weitere Forschung als Reaktion auf Umweltfragen, für eine bessere Lebensqualität und zur Lösung sozialer und kultureller Probleme verlangt.

Nach der Stellungnahme zu urteilen, dürfte das Fünfte Rahmenprogramm in seiner Größenordnung dem Vierten Rahmenprogramm entsprechen, so daß keine Vergrößerung des Haushalts erforderlich ist. Der Brennpunkt des gegenwärtigen wissenschaftlichen und technologischen Programms sollte im wesentlichen beibehalten werden, weil Kontinuität erforderlich ist. Die Stellungnahme ruft danach zu verstärkter Konzentration auf Aktivitäten im Rahmen dieser Programme auf, damit die verfügbaren Ressourcen optimal genutzt werden können. Insbesondere sollte verstärkt auf die Koordinierung von Aktivitäten mit denen anderer einzelstaatlicher oder europäischer Forschungseinrichtungen geachtet werden.

Nach Aussage der norwegischen Stellungnahme wird größere Flexibilität und Koordinierung der spezifischen Programme benötigt. Die dringende Notwendigkeit interdisiplinärer Forschung bedeutet, daß individuelle Projekte häufig die Grenzen eines Programms überschreiten. Die eingerichteten Task Forces sind ein wertvoller Beitrag, der erhöhte Flexibilität und Koordinierung gewährleistet, jedoch ist eine Erörterung der organisatorischen Folgen und der Folgen für den Haushalt dieses Vorgehens notwendig. Zur Gewährleistung ausreichender Transparenz muß für ein besseres System für die Informationsverbreitung zwischen den Programmen und über sie geschaffen werden, und die Verbreitung der Forschungsergebnisse verdient weiterhin höchste Priorität.

Bezüglich der Forschungsstrategien betont die norwegische Regierung die Notwendigkeit der Fortsetzung generischer Forschung, die für die Innovation in Europa von ausschlaggebender Bedeutung und von langfristigem Vorteil ist. Diese generische Forschung muß mit Möglichkeiten zur Erforschung der Bedürfnisse der Industrie und der Gesellschaft einhergehen. Außerdem sollte das Fünfte Rahmenprogramm auf die verstärkte Einbeziehung von KMU abstellen.

Die Stellungnahme detailliert danach norwegische Prioritäten für Forschung im Fünften Rahmenprogramm.

- Das Potential der europäischen Meere und seiner Ressourcen;
- Logistik und Technologie auf dem Gebiet der Schiffahrt;
- Energiequellen und Energietechnologie;
- Umweltforschung;
- Kulturelle und Sozialforschung;
- Konsolidierung der Investition im Bereich der Berufsbildung und der Mobilität;
- Fortsetzung der Kooperation mit Drittländern und internationalen Organisationen.

Die norwegische Stellungnahme schließt mit einer Anzahl von Empfehlungen für Forschungsprojekte im Rahmen der bestehenden spezifischen Programme.


Quelle: EU ForskningsInfo - Norwegisches EU F+E Informationszentrum
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