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Erforschung von Feuchtgebiet- und Gewässer-Ökosystemen (WAtER)

Die Europäische Kommission, GD XII, hat einen wissenschaftlichen Plan für eine Netz für die Erforschung von Feuchtgebiet und Gewässer-Ökosystemen (WAtER) veröffentlicht. Es handelt sich um eine neues, thematisches Netz, das als Teil des europäischen Umwelt- und Klimaprogramms ...
Die Europäische Kommission, GD XII, hat einen wissenschaftlichen Plan für eine Netz für die Erforschung von Feuchtgebiet und Gewässer-Ökosystemen (WAtER) veröffentlicht. Es handelt sich um eine neues, thematisches Netz, das als Teil des europäischen Umwelt- und Klimaprogramms finanziert wird.

Das WAtER-Forschungsnetz soll zunächst die multidiziplinären FTE-Projekte koordinieren, die vom Umwelt- und Klimaprogramm unterstützt werden. Ziel ist die Schaffung einer soliden wissenschaftlichen Basis für europäische Entscheidungsträger für das integrierende Management der Ressourcen von Oberflächengewässern und Feuchtgebieten. Diese Projekte sollen ein besseres Verständnis des Funktionierens und der Kennwerte von Gewässer- und Feuchtgebiet-Ökosystemen unter Berücksichtigung ihrer regionalen Unterschiede und ihrer Artenvielfalt herbeiführen. In einem späteren Stadium soll WAtER auch die Erforschung von Wasser- und Feuchtgebiet-Ökosystemen in die EG-finanzierte Projektforschung integrieren.

WAtER schließt eine Lücke auf dem Gebiet der europäischen Umweltforschung, indem eine Verbindung mit den Initiativen TERI (Terrestrial Ecosystems Research Initiative) und ELOISE (European Land-Ocean Interactive Studies) hergestellt wird, die spezifisch für Erd- und Küsten-Ökosystemforschung eingerichtet wurden. Auch Verbindungen zwischen WAtER und ENRICH (European Network for Research in Global Change) sollen so hergestellt werden.

Mit der Einleitung der WAtER-Initiative fördert die Kommission die Kohärenz und die Koordinierung im Bereich der Umweltforschung durch den Aufbau von Forschungsnetzen mit dem Ziel der Kooperation zur Vermeidung der Wiederholung von bereits ausgeführten Untersuchungen. Seit mitte der 1970er Jahre hat die EUROPÄISCHE Gemeinschaft eine Vielzahl von Süßwasser-Forschungsprogrammen eingerichtet und finanziert (darunter in neuerer Zeit Arbeiten über die Klimaändernung und den Einfluß der menschlichen Tätigkeit auf europäische Wasserressourcen). Die meisten dieser Projekte waren jedoch unkoordiniert und nicht auf gemeinsam abgestimmte Ziele ausgerichtet.

Der neue wissenschaftliche WAtER-Plan koordiniert die europäischen wissenschaftlichen Anstrengungen bezüglich des Funktionierens von Flüssen, Seen und Feuchtgebieten. Er erlaubt auch die Konzentration der Erforschung und des Managements von Feuchtgebieten in Europa über den Rahmen des Vierten Rahmenprogramms hinaus und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum IGBP-Programm (Internationales Biosphären-Programm).

Die strategische Handhabung der Erforschung von Wasser-und Feuchtgebiet-Ökosystemen, wie sie im WAtER-Plan umschrieben wird, wurde von einer Gruppe von internationalen Experten erarbeitet, die von der Europäischen Kommission zu einem Workshop über die Erforschung von Wasser- und Feuchtgebiet-Ökosystemen eingeladen wurden.


Quelle: Europäische Kommission
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