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Erster Bericht über wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in der EU

Die Europäische Kommission hat den ersten Bericht über wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in der EU veröffentlicht. Dieser Bericht wurde Ende 1996 verabschiedet und bezieht sich auf eine Erhebung von Tendenzen und Fortschritten bei der Erzielung von Zusammenhalt in der...
Die Europäische Kommission hat den ersten Bericht über wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in der EU veröffentlicht. Dieser Bericht wurde Ende 1996 verabschiedet und bezieht sich auf eine Erhebung von Tendenzen und Fortschritten bei der Erzielung von Zusammenhalt in der Europäischen Union.

Bei einer Analyse der Politik auf der Ebene der Mitgliedstaaten und der EU gelangt der Bericht zu dem Schluß, daß beträchtliche Fortschritte gemacht worden sind. Die Pro-Kopf-Einkommen sind in den am wenigsten wohlhabenden Mitgliedstaaten (Spanien, Portugal, Griechenland und Irland) im Laufe der Jahre 1985 bis 1995 von 66% auf 74% angestiegen. Obwohl während dieses Zeitraums in der EU ca. sieben Millionen Arbeitsplätze geschaffen wurden, ist die Arbeitslosigkeit nach wie vor das schwerwiegendste Problem in der EU, wobei sowohl zwischen den als auch innerhalb der jeweiligen Mitgliedstaaten enorme Disparitäten bestehen.

Der Bericht weist auf den Beitrag hin, den die Gemeinschaftspolitiken zur Erzielung von Zusammenhalt geleistet haben. Dazu gehören nicht nur eine Vielfalt von Politiken - von Sozialpolitik, Forschung und Entwicklung sowie transeuropäischen Netzwerken bis zum Binnenmarkt und der Wettbewerbspolitik - sondern auch der Strukturfonds und der Kohäsionsfonds.

Dem Bericht nach hat der Strukturfonds den vier nutznießenden Ländern eine zusätzliche Wachstumsrate von 0,5% pro Jahr eingebracht. Darüber hinaus hat der Fonds auch bei der Umstrukturierung von Regionen mit rückläufiger Industrie in anderen Mitgliedstaaten geholfen. Der Wert des Strukturfonds für alle Mitgliedstaaten bestätigt sich in der Tatsache, daß ca. 40% der den weniger wohlhabenden bewilligten Fördermittel durch den Kauf von Geräten, Anlagen, Maschinen und Knowhow den wohlhabenderen Ländern wieder zufließt.

Der Bericht schließt mit der Aufforderung zur Verbesserung der Kohäsionspolitik, indem diese auf Ergebnisse, vereinfachte Verfahrensweisen und effizientere Finanzierungstechnik ausgerichtet wird. Des weiteren ist die Kohäsionspolitik darauf einzustellen, daß die vorrangigen Erfordernisse der Staatsbürger Europas erfüllt werden - durch Konzentration auf Arbeitsplatzbeschaffung, Forschung und technologische Entwicklung, Umweltschutz und Chancengleichheit.


Quelle: Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften
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