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Digitale Tonübertragung (DAB) - Rundfunk für das 21. Jahrhundert

Die Entwicklung der digitalen Tonübertragung (DAB) geht auf ein im Jahr 1986 durch ein Team europäischer Partner aus GB, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden initiiertes EUREKA-Projekt zurück. Das Projekt hatte das Ziel, die Möglichkeiten der Anwendung digitaler Techno...
Die Entwicklung der digitalen Tonübertragung (DAB) geht auf ein im Jahr 1986 durch ein Team europäischer Partner aus GB, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden initiiertes EUREKA-Projekt zurück. Das Projekt hatte das Ziel, die Möglichkeiten der Anwendung digitaler Technologie für die Übertragung von Radiosignalen zu untersuchen. DAB, das System das sie entwickelt haben, ist nun bereit zur Ausstrahlung an mehr als 100 Mllionen Europäer.

DAB ermöglicht die Übertragung einer Tonqualität wie bei Compact Discs und liefert ein konstantes Signal unabhängig von der geographischen Position. Es ermöglicht außerdem den Empfang von Bildern und Text sowie normale Programme. Das Prinzip ist einfach. Das Rundfunksignal wird digital aufgenommen, gebündelt und in eine Multiplexierung oder "Block" von Frequenzen plaziert, die für das Funkwellenspektrum der DAB-Übertragung reserviert sind. DAB arbeitet mit der Verknüpfung zweier Digitaltechniken - MUSICAM und COFDM (Coded Orthogonal Frequency Division Multiplex).

In GB hat der britische Projektpartner, die British Broadcasting Corporation (BBC), bereits mit der Übertragung der DAB-Programme begonnen. Bis heute können in GB 25% digitale Rundfunkprogramme empfangen, eine Zahl die bis 1998 auf 60% steigen wird, wenn weitere 22 Sender auf Sendung gehen.

In Frankreich hat Radio France einen Gründungsvertrag unterzeichnet, der die Versorgung von bis zu 25% der Bevölkerung mit DAB vorsieht, und Radio France International führt in Partnerschaft mit BBD, Radio Niederlande und Deutsche Welle eine Anzahl von Pilotprojekten in ganz Deutschland mit dem Ziel einer nahezu vollständigen Versorgung bis zum Jahr 2000 durch. Viele andere europäische Länder sind dabei, den Rahmen für den DAB-Rundfunk zu schaffen, wobei irgendwann später in diesem Jahr Sendungen in Belgien und Ungarn beginnen sollen.

DAB ist ein wahrhaft europäisches Projekt, in dem die Technologie und Ideen von den Projektpartnern geteilt werden. Das europäische DAB-Forum (das bald global zu einem Weltforum erweitert wird) befindet sich an der Spitze des neuen Mediums und hat bedeutende Errungenschaften bezüglich der auf den DAB-Empfängern vorhandenen Ausstattungen erzielt. Große europäische und Japanische Hersteller entwickeln bereits DAB-Geräte für das Heim und Auto, und diese sollen durch tragbare Geräte ergänzt werden.


Quelle: Department of Trade and Industry, UK
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