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Nahrungsmittelsicherheit: Erste Sitzung des wieder eingerichteten, multidisziplinären Ausschusses

Der multidisziplinäre wissenschaftliche Ausschuß der Europäischen Kommission trat am 3. April 1997 in seiner neuen, vor kurzem von der Kommission bestätigten Struktur zusammen. Die wichtigsten Tagesordnungspunkte waren die folgenden:

- Die Rolle und das Mandat eines neuen wis...
Der multidisziplinäre wissenschaftliche Ausschuß der Europäischen Kommission trat am 3. April 1997 in seiner neuen, vor kurzem von der Kommission bestätigten Struktur zusammen. Die wichtigsten Tagesordnungspunkte waren die folgenden:

- Die Rolle und das Mandat eines neuen wissenschaftlichen Ausschusses zur Ermittlung des Risikos von genetisch veränderten Organismen;

- Überprüfung der Bedingungen für die Inaktivierung von BSE-Agenzien bei der industriellen Produktion von Gelatine.

Der Ausschuß war sich über die Notwendigkeit der Einrichtung eines spezifischen wissenschaftlichen Ausschusses für die Beratung der Kommission hinsichtlich der Verwendung und kommerzielle Nutzung genetisch modifizierter Organismen und Produkten mit solchen Organismen einig.

Hinsichtlich der anderen Problematik betonte der Ausschuß ausdrücklich, daß die technischen Behandlungsbedingungen, die in der Entschließung 96/362/EC der Kommission vom 11. Juni 1996 festgelegt wurden, keine ausreichende Deaktivierung des BSE-Agens gewährleisten. Unter diesen Umständen unterstrich der Ausschuß, daß nur nicht infiziertes primäres Material vom Rind für eine unbedenkliche Gelatine verwendet werden dürfe.

Es wird darauf hingewiesen, daß die Entschließung der Kommission vom 11. Juni eine Anzahl von Bedingungen festlegte, deren Erfüllung es der Kommission gestatten würde, das Exportverbot für Rindergelatine aus Großbritannien aufzuheben. Bis heute haben die britischen Behörden die Kommission nocht nicht informiert, daß diese Bedingungen erfüllt sind.

Des weiteren betonte Kommissar Fischler, daß der Kommission seit der Entscheidung vom 11. Juni Informationen zugeflossen seien, die der Entscheidung die wissenschaftliche Grundlage entziehen, so daß die Kommission keine Genehmigung für den Export von britischer Rindergelatine erteilen werde, bis sich die Kommission auf der Basis wissenschaftlicher Nachweise davon überzeugt habe, daß die Behandlungs- und Verarbeitungsverfahren die Sicherheit der Produkte gewährleisten.

Frau Emma Bonino, Kommissarin mit Verantwortung für Konsumerpolitik und Konsumer-Gesundheitsschutz erklärte heute, daß sie die Kommission auf die Notwendigkeit der Inbetrachtziehung der Empfehlung des Sicherheitsausschusses bei der erneuten Prüfung ihrer Entscheidung vom 11. Juni 1996 über die teilweise, bedingte Aufhebung des Exportverbots von britischen Rindergelatine-Produkten hinweisen würde.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers
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