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IRDAC-Stellungnahme zum Thema KMU und die gemeinschaftlichen FTE-Programme

Der IRDAC, der Beratende Ausschuß für Industrielle Forschung und Entwicklung der Europäischen Kommission, hat im September 1996 einen Runden Tisch zum Thema KMU und die gemeinschaftlichen FTE-Programme veranstaltet. Kürzlich veröffentlichte der Ausschuß einen Bericht, in dem d...
Der IRDAC, der Beratende Ausschuß für Industrielle Forschung und Entwicklung der Europäischen Kommission, hat im September 1996 einen Runden Tisch zum Thema KMU und die gemeinschaftlichen FTE-Programme veranstaltet. Kürzlich veröffentlichte der Ausschuß einen Bericht, in dem die Ergebnisse des Runden Tisches skizziert sind und der als Grundlage für die Vorlage von Empfehlungen für das Fünfte Rahmenprogramm dient.

Der Runde Tisch beschäftigte sich insbesondere mit der Effektivität der Technologiefördermaßnahmen zugunsten von KMU, die vom IRDAC ursprünglich im Jahre 1988 als ein Mittel zur Erhöhung der Beteiligung von KMU an dem Rahmenprogramm vorgeschlagen worden waren. Mittlerweile werden im wesentlichen zwei Maßnahmen angeboten:

- Zuschüsse der Erkundungsphase, mit denen finanzielle Unterstützung für die Erarbeitung von Vorschlägen bereitgestellt wird;
- Gemeinsame Forschung (CRAFT), in deren Rahmen KMU-Gruppen, die über geringe oder gar keine Forschungsmöglichkeiten verfügen, Dritte mit der Durchführung von Forschungsarbeiten beauftragen können.

Der Runde Tisch befaßte sich mit allen Aspekten der Beteiligung an Technologiefördermaßnahmen und hörte eine Reihe von Teilnehmern über deren Erfahrungen. Der Bericht spricht einige Empfehlungen aus:

- Den KMU sollte in den Forschungsprogrammen besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, sie sollten jedoch nicht Gegenstand eines eigenen Programms sein;

- Die FTE-Aktivitäten der Gemeinschaft sollten sich an dem wirklichen Bedarf der KMU ausrichten, basisorientiert sein sowie in effizienter und transparenter Weise implementiert werden;

- Die Technologiefördermaßnahmen, insbesondere CRAFT, sind äußerst wirkungsvolle Instrumente, um den KMU die Teilnahme zu erleichtern und neue KMU-Gruppen einzubeziehen. Voraussetzung für den zukünftigen Erfolg dieser Maßnahmen ist, daß sie die wirklichen Probleme der KMU ansprechen;

- Die Maßnahmen sollten im Fünften Rahmenprogramm zu einem durchgängigen Instrument ausgebaut werden, so daß ein gemeinsamer Ansatz in allen spezifischen Programmen gewährleistet ist. Es sollte ein "One-Stop-Shop" eingerichtet werden, wo KMU Vorschläge unabhängig von dem jeweiligen Wissenschafts- oder Industriebereich präsentieren können;

- Die Technologiefördermaßnahmen sollten benutzerfreundlicher implementiert werden, wozu klare und unmißverständliche Antragsverfahren und -unterlagen sowie transparente und rasche Auswertungsverfahren gehören. Die offenen Aufrufe und zweistufigen Verfahren sollten beibehalten werden;

- Die derzeit in der ganzen EU anzutreffenden Netze und Relay-Stellen müssen besser koordiniert und leistungsfähiger werden, damit KMU über die Möglichkeiten der gemeinschaftlichen FTE-Programme besser informiert sind;

- Es müssen Maßnahmen zur Förderung der Nutzungsphase mit Hilfe von Nutzungszuschüssen oder Risikokapital geschaffen werden, damit die von den KMU erzielten FTE-Ergebnisse in vollem Umfang genutzt werden.


Quelle: Europäische Kommission, IRDAC-Sekretariat

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