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Ausbildung im Bereich unfallbedingte Meeresverschmutzung

Die Europäische Kommission, GD XI, hat einen Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen für den Bereich unfallbedingte Meeresverschmutzung veröffentlicht.

Im Nachgang zu einem Beschluß des Rats über die Umwelt und nachhaltige Entwicklung sowie in Anlehnung an die Stellungnahme des Beratenden Ausschusses zur Überwachung und Verringerung des Meeres durch Öl und andere gefährliche Stoffe (BAVÖ) plant die Europäische Kommission die finanzielle Unterstützung der Durchführung von Lehrgängen durch die Gemeinschaft im Bereich unfallbedingte Meeresverschmutzung in den Jahren 1997 und 1998.

Die geplanten Lehrgänge müssen es ermöglichen, die technischen und professionellen Kenntnisse qualifizierten Personals aus den Verwaltungen von Mitgliedstaaten weiterzuentwickeln und zu vertiefen, die für derartige Umweltkatastrophen planen und damit fertig werden müssen.

Abgesehen von der Verbesserung der Kenntnisse und Fähigkeiten des Personals sind diese Lehrgänge darauf ausgerichtet, die Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten zu fördern, wenn einer dieser Staaten mit unfallbedingter Verschmutzung konfrontiert ist, für die er die Hilfe anderer Staaten benötigt. Durch diese Aktionen soll ein Beitrag zur Stärkung der europäischen Dimension beim Kampf gegen unfallbedingte Meeresverschmutzung geleistet werden. Ferner dienen sie dem Informationsaustausch und der Valorisierung von Erfahrungen der Mitgliedstaaten in diesem Bereich sowie zur Herstellung und Weiterentwicklung professioneller Beziehungen auf Unionsniveau.

Angebote für Lehrgänge können von Unternehmen, Institutionen und Körperschaften sowohl aus dem privaten wie dem öffentlichen Sektor der Union unterbreitet werden, die die einschlägigen Fähigkeiten aufweisen. Erfolgreiche Vorschläge werden auf der Basis der angebotenen fachlichen Qualität sowie der Kosten der Projektvorschläge ausgewählt.

Die Lehrgänge sollten normalerweise nicht länger als sechs Tage dauern und können sich mit einem der nachstehend aufgeführten Bereiche (die Liste ist nicht umfassend) befassen:

- Krisenmanagement;
- Kampf gegen Verschmutzung in Küstenbereichen und seichten Gewässern;
- auf See verlorene Container mit gefährlichen chemischen Stoffen;
- Management der ökonomischen Aspekte und Beziehungen mit Versicherungsträgern und Medien;
- Management von Öl und chemischen Abfallstoffen;
- allgemeine Lehrgänge über den Kampf gegen unfallbedingte Meeresverschmutzung.

Es sind drei Arten von Gemeinschaftslehrgängen vorgesehen, die jeweils auf das betreffende Personal ausgerichtet sind.

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