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Der Globale Bangemann-Pokal - Eine an alle Städte des Erdballs gerichtete informationsgesellschaftliche Herausforderung

Der "Globale Bangemann-Pokal" ist eine Erweiterung des "Bangemann-Pokals", der im Januar 1997 seinen Abschluß fand. Im Rahmen des Globalen Bangemann Pokals fordert Europa jetzt die USA, Japan und den Rest der Welt zur Ermittlung der wirksamsten Anwendung von Informationstechno...
Der "Globale Bangemann-Pokal" ist eine Erweiterung des "Bangemann-Pokals", der im Januar 1997 seinen Abschluß fand. Im Rahmen des Globalen Bangemann Pokals fordert Europa jetzt die USA, Japan und den Rest der Welt zur Ermittlung der wirksamsten Anwendung von Informationstechnologie (IT) auf bestimmten Schlüsselgebieten auf. Hauptziele dieses Wettbewerbs sind die Förderung des Erfahrungsaustauschs und die Schaffung eines Forums für den Vergleich von Projekten auf internationaler Ebene.

Ursprünglich handelte es sich um einen rein europäischen Wettbewerb, der sich jedoch inzwischen zu einem wichtigen Netz für den Erfahrungsaustausch über die Informationsgesellschaft entwickelt hat. In dieser zweiten Phase werden im Rahmen des Bangemann Pokals - in diesem Falle als eine von der Stadt Stockholm organisierte Reaktion auf den "Bangemann Bericht" und mit Unterstützung der Europäischen Kommission - alle anderen Städte der Welt zur Teilnahme eingeladen.

Der Globale Bangemann-Pokal ist eine Reaktion auf eine Nachfrage. Das erläuterte Mats Hulth, der Oberbürgermeister von Stockholm, wie folgt: "Die Nachrichten über den Bangemann-Bericht erreichten auch Städte außerhalb Europas, und wir erhielten eine Vielzahl von Anfragen von andere Stadtverwaltungen, die ebenfalls teilnehmen wollten. Es wurde damit offensichtlich, daß weltweit ein enormes Interesse an der gemeinsamen Nutzung des Wissens über die Möglichkeiten der Anwendung von Informationstechnologie für die Bevölkerung besteht.

Der neue Wettbewerb läuft über einen Zeitraum von zwei Jahren. Er beginnt im Januar 1997 und endet im Juni 1999. Das Koordinierungsteam in Stockholm rechnet mit 700 Anträgen aus mehr als 150 Großstädten in allen Teilen der Welt. Projekte für den Globalen Bangemann-Pokal können in 11 Kategorien unterbreitet werden:

- Neue geschäftliche Strukturen;
- IT-Dienste für KMU;
- Elektronischer Handel;
- Öffentliche Dienste und Demokratie;
- Gesundheitspflege;
- Kultur und Medien;
- IT auf allen Ebenen des Erziehungs- und Bildungswesens;
- Lebensbgleitendes Lernen;
- Umwelt;
- Verkehr;
- Universale Konnektivität.

Die für den Globalen Bangemann-Pokal angemeldeten Projekte werden von einer internationalen Jury ausgewertet, die sich aus Vertretern der beteiligten Kontinente zusammensetzt. Die Hauptkriterien für die Bewertung liegen in den potentiellen Vorzügen eines Projekts für die Bevölkerung und die Gesellschaft. Abgesehen von den technischen und Leistungsmerkmalen eines Projekts prüft die Jury auf Anstrengungen zur Reduzierung der Ausgrenzung, zur Förderung der Chancengleichheit und zur Verbesserung der Möglichkeiten für Behinderte.

Das Projekt sollte durch Schaffung neuer Arbeitsplatzmöglichkeiten auch einen Beitrag zur regionalen Entwicklung leisten, die aus globaler Sicht ebenfalls einen positiven Beitrag zum Weltfrieden und zum Wohlstand leistet. Die Jury berücksichtigt auch positive Wirkungen von Projekten für die Umwelt.

Kandidaten für den Pokal müssen nachweisen, daß das Projekt während der Laufzeit des Wettbewerbs in einem ausreichenden Umfang verwirklicht worden ist.


Quelle: Europäische Kommission, ISPO

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