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EU-Abkommen über Beitritt zur nordkoreanischen Organisation für nukleare Sicherheit

Verhandlungspartner von der Europäischen Kommission kamen am 22. Mai 1997 mit der Organisation für Energieentwicklung der koreanischen Halbinsel (Korean Peninsular Energy Development Organization - KEDO) zu einer Vereinbarung über die Bedingungen für den Beitritt der Europäisc...
Verhandlungspartner von der Europäischen Kommission kamen am 22. Mai 1997 mit der Organisation für Energieentwicklung der koreanischen Halbinsel (Korean Peninsular Energy Development Organization - KEDO) zu einer Vereinbarung über die Bedingungen für den Beitritt der Europäischen Union zur Organisation.

KEDO wurde im März 1995 als Teil einer internationalen Initiative gegründet, die Befürchtungen über Sicherheit und die Verbreitung von Atomwaffe in Nordkorea ansprach. Ihr Ziel ist, Nordkorea mit neuen verbreitungssicheren Leichtwasserreaktoren zu versorgen, die auf besserer und sicherer Technologie beruhen. Als vorläufige Maßnahme werden KEDO-Mittel verwendet werden, um Öl als alternativen Brennstoff zu liefern.

Unter den Bedingungen der Vereinbarung wird die EU, früher Euratom, über einen Zeitraum von fünf Jahren einen Beitrag von 75 Mio. ECU zu KEDO leisten. Die EU wird als Vollmitglied unter denselben Bedingungen wie die Gründungsmitglieder (Südkorea, Japan und die USA) teilnehmen. Die Vereinbarung muß jetzt von der Kommission formell verabschiedet und dann vom Ministerrat genehmigt werden, bevor sie in Kraft tritt. Sir Leon Brittan, Vizepräsident der Europäischen Kommission, sagte nach Erreichen der Vereinbarung: "Durch ihren Beitritt zu KEDO sendet Europa ein starkes Signal über die Bedeutung, die es der Stärkung politischer und sicherheitsbezogener Verbindungen mit Asien beimißt." Die Beteiligung an KEDO würde es europäischen Unternehmen ermöglichen, Angebote für KEDO-Projekte einzureichen, und zudem zur Stabilität in der Region beitragen.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers

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