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ESC- Stellungnahme über Handwerksbetriebe und KMU

Der Wirtschafts- und Sozialausschuß der Europäischen Gemeinschaften (WSA) hat eine Stellungnahme in Eigeninitiative über Handwerksbetriebe und KMU in der EU verabschiedet.

Die Stellungnahme untersucht die Situation der Handwerksbetriebe in verschiedenen Mitgliedstaaten einsch...
Der Wirtschafts- und Sozialausschuß der Europäischen Gemeinschaften (WSA) hat eine Stellungnahme in Eigeninitiative über Handwerksbetriebe und KMU in der EU verabschiedet.

Die Stellungnahme untersucht die Situation der Handwerksbetriebe in verschiedenen Mitgliedstaaten einschließlich der gesetzlichen Bestimmungen für das Handwerk in unterschiedlichen Staaten. Aus dieser Analyse wird ersichtlich, daß Handwerksbetriebe in ganz Europa sehr unterschiedliche Bedingungen erfahren. Außerdem untersucht die Stellungnahme die Ausbildung und institutionelle Unterstützungsmaßnahmen in den Mitgliedstaaten und auf europäischer Ebene.

Der WSA fordert die Einrichtung einer spezifischen Gemeinschaftspolitik für das Handwerk. Diese soll bestehende Maßnahmen für KMU ergänzen, muß aber den besonderen Fall der KMU im Handwerk berücksichtigen. Andere Prioritäten für diese Politik bestünden in der Förderung einer europäischen kulturellen Identität des Handwerks, durch Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung der Handwerksbetriebe und deren Ermutigung zur Teilnahme an Austausch- und Kooperationsprogrammen sowohl innerhalb der EU als auch mit Drittländern.

Die Stellungnahme schlägt die folgenden elf Aktionslinien für eine gemeinschaftliche Industriepolitik im Handwerksbereich vor:

- Erweiterung sozialer Beratungsmaßnahmen;
- Stärkung der gewerblichen Wettbewerbsfähigkeit;
- Gründung einer europäischen Akademie für Handwerksbetriebe und KMU;
- Unterstützung der Entwicklung einer europäischen Identität für die Handwerksbetriebe und Kleinunternehmen;
- Erweiterung der Rolle der Lehrzeiten und Förderung kombinierter Arbeits- und Ausbildungsprogramme;
- Informationsverbesserung für Kleinunternehmen;
- Vereinfachung der Bürokratie;
- Anreize für die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Kleinunternehmen und deren Organisationen;
- Förderung einer Innovationskultur für Handwerker und Kleinunternehmen;
- Unterstützung der Verbesserung und Entwicklung der Verkehrs- und Kommunikationsnetze;
- Steigerung der Beschäftigungsinitiativen im Handwerksbereich.


Quelle: Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften
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