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Auswirkungen der Innovation auf die Beschäftigungslage - italienische Studie

Eine Studie im Rahmen des Europäischen Innovations-Verfolgungssystem (EIMS) unter der Bezeichnung 'Die Auswirkungen der Innovation auf die Beschäftigungslage - Alternative Interpretationen und Ergebnisse der italienischen Erhebung über Innovation in der Gemeinschaft' ist unlän...
Eine Studie im Rahmen des Europäischen Innovations-Verfolgungssystem (EIMS) unter der Bezeichnung 'Die Auswirkungen der Innovation auf die Beschäftigungslage - Alternative Interpretationen und Ergebnisse der italienischen Erhebung über Innovation in der Gemeinschaft' ist unlängst von der Europäischen Kommission, GD XIII, veröffentlicht worden.

In dem Bericht werden die Auswirkungen des technologischen Wandels auf die Beschäftigungslage in Italien auf der Basis von Daten aus der Erhebung der Gemeinschaft über Innovation ausgewertet. Zunächst einmal werden alternative Ansichten über die Auswirkungen der Innovation auf die Beschäftigungslage verglichen und unterschiedliche ökonomische Ansätze zur technologischen Arbeitslosigkeit analysiert. Insbesondere wird der neoklassische Ansatz untersucht, der davon ausgeht, daß der Arbeitsmarkt auf Vollbeschäftigung zugeht - im Gegensatz zum unorthodoxen Ansatz, bei dem die Bedeutung der globalen Nachfragesteuerung hervorgehoben wird. In dem Bericht werden die Auswirkungen kompensatorischer Effekte auf Angebot und Nachfrage erörtert.

Die Konzentration von Regierungen auf Politiken zur Erzielung niedriger Inflationsraten anstelle von Vollbeschäftigung wird von den Autoren des Berichts als Hauptursache für die schlechten Beschäftigungsziffern Europas betrachtet. Der Dienstleistungssektor wird in Zukunft bei der Arbeitsplatzschaffung die Hauptrolle spielen, während ein relativ geringer Anteil neuer Arbeitsplätze auf den Fertigungssektor entfallen wird.

Der Bericht äußert sich allerdings zurückhaltend hinsichtlich des Gebrauchs von Daten aus der Erhebung der Gemeinschaft über Innovation (CIS), da die positiven Auswirkungen auf innovative Firmen durch negative Effekte auf nicht innovative Firmen evtl. wettgemacht werden. Die Daten sind auf mikroökonomischer Ebene von großer Bedeutung, während sie auf makroönomischer Ebene eine untergeordnete Rolle spielen.

Es werden noch eine Reihe von Bemerkungen über die italienischen Daten gemacht, denen sich Schlußfolgerungen und Bemerkungen über Innovationspolitik anschließen. Es steht außer Zweifel, daß technischer Wandel Arbeitslosigkeit verursachen kann. Der Bericht legt nahe, daß die direkten Auswirkungen der Innovation auf italienische Firmen sich nicht positiv auf die Beschäftigungslage ausgewirkt haben, obwohl die positive Leistung kleiner innovativer Firmen ermutigend ist. Diese kleinen innovativen Firmen reflektieren eine Minorität kleiner Firmen schlechthin. Der Bericht schließt mit der Bemerkung, daß zur Stärkung der Arbeitsplatzschaffung eine Änderung der Wirtschaftspolitiken seitens der Regierungen erforderlich ist. Ferner wird nahegelegt, daß die Beispiele erfolgreicher innovativer Firmen in Italien auch für andere Bereiche der EU von Interesse sein könnten.


Quelle: Europäische Kommission, GD XIII

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