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Aktionsprogramm über die Vermeidung von Verletzungen

Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag für einen Beschluß verabschiedet, der ein Aktionsprogramm der Gemeinschaft über die Vermeidung von Verletzungen betreffend den Aktionsrahmen im Bereich öffentliches Gesundheitswesen mit einer Laufzeit von 1999 bis 2003 annimmt.

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Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag für einen Beschluß verabschiedet, der ein Aktionsprogramm der Gemeinschaft über die Vermeidung von Verletzungen betreffend den Aktionsrahmen im Bereich öffentliches Gesundheitswesen mit einer Laufzeit von 1999 bis 2003 annimmt.

Das fünfjährige Aktionsprogramm soll die Anzahl von Verletzungen in wichtigen Bereichen reduzieren, wobei Unfällen, an denen Kinder, junge Erwachsenen und Senioren beteiligt sind, und Selbstmorden besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden wird. Die vorgeschlagenen Aktivitäten sind in erster Linie auf die effektivere Verbreitung von Informationen und der Anwendung von Verhinderungsmethoden ausgelegt, deren Wert bei Experten allgemein anerkannt ist.

Die Folgen von Haushalts- und Freizeitunfällen erregen auf Gemeinschaftsebene große Besorgnis. Jedes Jahr gibt es in der Europäische Union 20 Millionen Unfallopfer, von denen drei Millionen klinisch behandelt werden müssen und 300.000 an Unfallfolgen oder Behinderungen leiden, während jedes Jahr 100.000, einschließlich 10.000 Kinder, ums Leben kommen. Die Gesamtkosten derartiger Unfälle wird auf 6 Milliarden ECU geschätzt. Die Zahl der Selbstmorde und der versuchten Selbstmorde nimmt stetig zu. Aus aktuellen Zahlen geht hervor, daß sich in der Europäischen Union jährlich 43.000 Menschen das Leben nehmen und 700,000 einen Selbstmordversuch unternehmen.

Die Kommission will die Regierungen der Mitgliedstaaten dazu bewegen, alles ihnen Mögliche zu unternehmen, um die Fälle vermeidbarer Verletzungen und Behinderungen sowie Todesfälle bei besonderer Betonung vorzeitiger Todesfälle zu reduzieren. Der Vorschlag wird dem Europäischen Parlament und dem Rat für deren gemeinsame Beschließung vorgelegt werden. Der Aktionsplan wird eine Anzahl wichtiger Bereiche, wie Unfälle bei Kindern, jungen Erwachsenen und Senioren sowie Selbstmorde, behandeln. Diese Bereiche wurden ausgewählt, weil sie eine Hauptquelle vermeidbarer Verletzungen und Todesfälle darstellen und durch Anregen neuer Projekte und innovativer Maßnahmen, die in den Mitgliedstaaten geleistete Arbeit zusammenbringen und ergänzen, gemeinschaftliche Wertschöpfung liefern können.


Quelle: Europäische Kommission, Generalsekretariat
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