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IRDAC Stellungnahme über Wagniskapital

IRDAC, der beratende Ausschuß der Kommission für industrielle Forschung und Entwicklung, hat im Januar 1997 einen Rundtisch über Wagniskapital organisiert, der etwa 16 Vertreter sowohl großer als auch kleiner Wagniskapitalorganisationen und -unternehmen zusammenbrachte. Der au...
IRDAC, der beratende Ausschuß der Kommission für industrielle Forschung und Entwicklung, hat im Januar 1997 einen Rundtisch über Wagniskapital organisiert, der etwa 16 Vertreter sowohl großer als auch kleiner Wagniskapitalorganisationen und -unternehmen zusammenbrachte. Der auf Wunsch der Europäischen Kommission organisierte Rundtisch resultierte in der Annahme einer IRDAC Stellungnahme über Wagniskapital, die der Europäischen Kommission Anfang Mai vorgelegt wurde.

Die Wettbewerbsfähigkeit Europas hängt zu einem Großteil von der Schaffung und dem Wachstum dynamischer Unternehmen ab. Finanzielle Mittel, insbesondere Wagniskapital, sind ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs dieser Unternehmen. Die von IRDAC ausgeführte Untersuchung der Situation auf dem europäischen Wagniskapitalsektor zeigte jedoch, daß es einen beunruhigenden Trend in bezug auf Investitionen in Hochtechnologie-Bereichen gibt, obwohl die Situation in Europa sich im Hinblick auf Wagniskapital im Laufe der letzten zehn Jahre erheblich verbessert hat. Die europäischen Wagniskapitalinvestoren zögern die Beteiligung der Finanzierung von Innovation und FuE hinaus, was in erster Linie auf die geringe Rentabilität zurückzuführen ist.

Die öffentlichen Behörden sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene können zur "Überbrückung der Kluft" zwischen den Wagniskapitalinvestoren und dem Hochtechnologie-Sektor beitragen. Dies kann, zum Beispiel durch die Einrichtung von Austrittsmechanismen (wie z. B. EASDAQ) und Maßnahmen erreicht werden, die auf die Verbesserung der Beziehung zwischen Wagniskapitalinvestoren und dem Hochtechnologiesektor abzielen. Außerdem wird der Frage des Technologie-Rating (Expertenausbildung) besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

IRDAC ist der Ansicht, daß eine Umstellung der gegenwärtigen Verfahren erforderlich sei, um eine engere Verbindung zwischen Wagniskapitalorganisationen und den FTE-Projekten der Gemeinschaft zu gewährleisten. Die Vorbereitung des Fünften Rahmenprogramms wird als eine gute Gelegenheit hierfür angesehen. Im Zusammenhang mit der Evaluation und den Auswahlkriterien für FTE-Projekte schlägt IRDAC vor, daß jeder Projektvorschlag einen Nutzungsplan enthalten sollte, der u.a. das (zukünftige) Marktpotential für die FTE-Ergebnisse anzeigt. Des weiteren wird vorgeschlagen, daß Wagniskapitalorganisationen zur frühen Beteiligung am Projekt ermutigt werden, entweder als Schätzer oder als "Resonanzböden", die Projekte während der Durchführungsphase begleiten.

Außerdem sind die geistigen Eigentumsrechte (GER) laut IRDAC ein Bereich, der besondere Aufmerksamkeit erfordert. Im allgemeinen zögern Wagniskapitalorganisationen mit Investitionen in Projekte, die "einfache" Klauseln in bezug auf das Eigentum der Ergebnisse enthalten. Gegenwärtige Vorschriften in Zusammenhang mit GER müssen dementsprechend revidiert werden.


Quelle: IRDAC

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