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Das Parlament erörtert die europäische Informationsgesellschaft

Auf seiner Tagung in Brüssel am 26. Juni 1997 billigte das Europäische Parlament vier Berichte über die Informationsgesellschaft in Europa. Die vom Ausschuß für Wirtschaftsangelegenheiten und Industriepolitik zusammengestellten Berichte enthalten die Reaktion des Parlaments au...
Auf seiner Tagung in Brüssel am 26. Juni 1997 billigte das Europäische Parlament vier Berichte über die Informationsgesellschaft in Europa. Die vom Ausschuß für Wirtschaftsangelegenheiten und Industriepolitik zusammengestellten Berichte enthalten die Reaktion des Parlaments auf eine Reihe von aktuellen Initiativen der Kommission in diesem Bereich.

Das Parlament billigte - vorbehaltlich einiger Änderungen - den Vorschlag der Kommission für ein Gemeinschaftsprogramm zur Förderung der Informationsgesellschaft in Europa. Zu den Änderungen gehören in erster Linie verfahrenstechnische Angelegenheiten bei der Durchführung des Programms. Eine der Änderungen bezieht sich auf die Einberufung einer fachmännischen Beratungsgruppe, bestehend aus nationalen Beamten und einem Kommissionsvertreter, die den beratenden Ausschuß unterstützen sollen. Die Meinung des Parlaments wird jetzt an den Rat weitergeleitet, der einen endgültigen Beschluß zu dem Programm verabschieden wird.

Weitere vom Parlament angenommene Berichte beziehen sich auf vor kurzem veröffentlichte Mitteilungen der Kommission:

- "Die Informationsgesellschaft: von Korfu bis Dublin - Die neuen Prioritäten" und "Die Folgen der Informationsgesellschaft für die EU-Politik" (KOM(96) 395);
- "Europa im Vorfeld der globalen Informationsgesellschaft: Ein laufender Aktionsplan" (KOM(96)607);
- "Standardisierung und die globale Informationsgesellschaft: Der europäische Ansatz" (KOM(96) 359);
- "Lernen in der Informationsgesellschaft: Aktionsplan für eine europäische Bildungsinitiative" (KOM(96) 471).

Die beiden ersten Mitteilungen beschreiben die Politiken der Kommission zur Entwicklung der Informationsgesellschaft in Europa während der kommenden Jahre. Die Mitglieder des Europäischen Parlaments sind sich der Tatsache bewußt, daß Europa im Zentrum der Entwicklungen der Informationsgesellschaft stehen muß, die einen höheren Lebensstandard und zunehmenden Reichtum schaffen wird. Die Hauptsorge des Parlaments liegt darin, daß die gesellschaftlichen Folgen der Entwicklung der Informationsgesellschaft genau verstanden werden und man ihnen entsprechend begegnen kann. Die Berichte begrüßen die Tatsache, daß die Kommission diesem Aspekt wesentlich mehr Bedeutung beigemessen hat als in der Vergangenheit.

Der Bericht bezüglich der Mitteilung über die Standardisierung besagt, daß Standardisierung in erster Linie erforderlich sei, um die globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu sichern, und daß diesem Prozeß größere Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse. Der Bericht über den Aktionsplan für das Lernen in der Informationsgesellschaft fordert verstärkte Bemühungen, Schulen mit Hilfe des Internets miteinander zu verbinden und die neuen Instrumente in das Unterrichtsprogramm aufzunehmen. Er begrüßt den Ansatz der Kommission, die Koordination zwischen den verschiedenen Programmen und Initiativen der Gemeinschaft zu verbessern, und ist der Meinung, daß dies die Wirksamkeit verbessert und eine optimale Nutzung der verfügbaren Ressourcen zur Folge hat.


Quelle: Europäisches Parlament

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