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Sprache und Technologie - vom 'Turmbau zu Babel' zum 'globalen Dorf'

The Europäische Kommission, GD XIII, hat einen Bericht veröffentlicht, in dem die Forschung auf dem Gebiet der Sprachtechnologie, ihre Geschichte sowie mögliche Entwicklungen in der Zukunft dargelegt werden. Das Buch wurde im Hinblick auf die Einführung des Programms MLIS (Meh...
The Europäische Kommission, GD XIII, hat einen Bericht veröffentlicht, in dem die Forschung auf dem Gebiet der Sprachtechnologie, ihre Geschichte sowie mögliche Entwicklungen in der Zukunft dargelegt werden. Das Buch wurde im Hinblick auf die Einführung des Programms MLIS (Mehrsprachige Informationsgesellschaft) im Jahre 1996 zusammengestellt.

Das Buch beginnt mit den ersten Entwicklungen, die sich zwecks Verständnis bzw. Interpretation von Sprache der Technologie bedienten. Dabei handelte es sich oft um militärische Projekte wie z. B. das von IBM entwickelte erste automatisierte Übersetzungssystem. Dieses System wurde 1954 auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges als Instrument zur Übersetzung technischer Veröffentlichungen aus der Sowjetunion öffentlich demonstriert. In Europa sind die Entwicklungen auf diesem Gebiet durch die Vielzahl der bestehenden Sprachen stark behindert worden.

Innerhalb der Europäischen Gemeinschaft wurden besondere Anstrengungen in Bezug auf die Entwicklung automatisierter bzw. halbautomatisierter Übersetzungssysteme gemacht, um der großen Zahl von Sprachen Herr zu werden, die in ihrer Arbeit anfallen. Die Entwicklung vollautomatisierter Übersetzungssysteme hat zwar ihr Ziel noch nicht erreicht; hingegen werden seit einiger Zeit von der Kommission Systeme verwendet, die Übersetzern die Arbeit erleichtern. Diese Systeme können zur Erstellung grober Übersetzungen verwendet werden, die oft zum allgemeinen Verständnis eines Textes genügen. Wenn ein Text veröffentlicht werden soll, kann das maschinelle Produkt von einem Übersetzer bei geringerem Aufwand korrigiert werden als die Übersetzung des Textes von Grund auf erfordern würde. Beträchtliche Bemühungen sind auch in Bezug auf die Entwicklung von Übersetzungshilfsmitteln gemacht worden, was insbesondere auf umfangreiche Terminologiedatenbanken zutrifft.

Das Buch geht dann auf eine Beschreibung der Vielfalt von Produkten und Dienstleistungen über, die zur Zeit lieferbar sind bzw. sich im Entwicklungsstadium befinden. Abgesehen von Übersetzungen sind davon Gebiete wie Sprachtechnologie, Bildung und Industrie betroffen. In der Zukunft sollte sich die Sprachtechnologie mit der Schaffung von Arbeitsplätzen und Umwandlung des Arbeitsplatzes befassen und dabei Lebensqualität für alle sicherstellen. Das Buch beleuchtet die Tendenz künftiger Entwicklungen und umreißt die Unterstützung von Sprachtechnologie, die zur Zeit von der Gemeinschaft - hauptsächlich im Rahmen des Sektors Sprachtechnik des Programms Telematikanwendungen und des Programms MLIS - geboten wird.


Quelle: Europäische Kommission, GD XIII

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