Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

EU - Australien Gemeinsamer Kooperationsausschuß für Wissenschaft und Technologie

Die dritte Sitzung des EU-Australia Joint Science and Technology Cooperation Committee (JSTCC), das im Rahmen der Vereinbarung über wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit zwischen Australien und der Europäischen Gemeinschaft (EG) gegründet wurde, fand am 1. Juli 1...
Die dritte Sitzung des EU-Australia Joint Science and Technology Cooperation Committee (JSTCC), das im Rahmen der Vereinbarung über wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit zwischen Australien und der Europäischen Gemeinschaft (EG) gegründet wurde, fand am 1. Juli 1997 in Brüssel statt. Die australische Delegation wurde von Herrn Malcolm Farrow, dem amtierenden stellvertretenden Minister im Ministerium für Industrie, Wissenschaft und Tourismus geleitet. Die Delegation der Europäischen Kommission (EG) stand unter der Leitung von Prof. Jorma Routti, Mitglied der Generaldirektion für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung (GD XII).

Die wissenschaftlich-technische Vereinbarung zwischen der EG und Australien, die erste ihrer Art zwischen der Europäischen Gemeinschaft und einer außereuropäischen Industrienation, tat im Juli 1994 in Kraft. Das dritte JSTCC-Treffen fand anläßlich des dreijährigen Bestehens der Vereinbarung statt und bot eine ausgezeichnete Gelegenheit zur Bewertung seiner bisherigen Bedeutung

Im Rahmen des Abkommens wurden bedeutende Kooperationsmaßnahmen in Angriff genommen, was an der Zahl der an Gemeinschaftsprojekten beteiligten Forscher abgelesen werden kann. Zwei Drittel der potentiellen Projekte umfassen neue Gemeinschaftsarbeiten. Gleichzeitig konnten die Verbindungen zwischen europäischen und australischen Programmen erheblich verstärkt werden. Die Zusammenarbeit umfaßt nun alle Bereiche der Vereinbarung, d.h.: Informationstechnologien (ESPRIT), Kommunikationstechnologien (ACTS), Umwelt und Klima, Biotechnologie (BIOTECH), Biomedizin und Gesundheit (BIOMED) und Meereswissenschaften und - technologie (MAST).

Seit der letzten JSTCC-Sitzung im Oktober 1995 hat sich die Anzahl der Gemeinschaftsprojekte von acht auf 26 mehr als verdreifacht. Von den neuen Projekten sind acht im Bereich Biomedizin und Gesundheit, zwei in der Biotechnology, eines in Kommunikationstechnologien, zwei in Meereswissenschaften und -technologie, eines im Bereich Umwelt und Klima und vier im Bereich Informationstechnologien. Vor Ablauf des Jahres könnten weitere neue Projekte entstehen. Dazu gehören vier Projekte auf dem Gebiet der Informationstechnologien zum Thema "Technologie für Unternehmensplanung", die das Resultat einer Ende 1995 lancierten Gemeinschaftsinitiative sind.

Außerdem wächst die europäische Beteiligung an australischen F&E-Programmen kontinuierlich: der australische Forschungsrat berichtet, daß 40% der internationalen Projekte europäische Partner umfassen, und daß die überwiegende Mehrheit der gemeinsamen Forschungszentren Australiens Verbindungen mit europäischen Unternehmen und Institutionen haben. Der Anteil Europas an internationalen Veröffentlichungen in Australien ist auf 27% gestiegen.

Außer der Anerkennung der bisher im Rahmen des Abkommens erzielten gegenseitigen Vorteile, untersuchten die beiden Delegationen die Aussichten ihrer langfristigen Kooperation. Angesichts des australischen Wunsches nach einer Erweiterung des Aufgabenbereichs der Vereinbarung und der Vorbereitungen der Europäischen Gemeinschaft für das Fünfte Rahmenprogramm bekräftigten beide Seiten ihre Absicht zur Verbesserung und Verstärkung der Zusammenarbeit. Das JSTCC nahm die zur Ergänzung des Abkommens erforderlichen Schritte und deren Zeitplan in bezug auf die Verabschiedung des Fünften Rahmenprogramms zur Kenntnis und sprach die Empfehlung aus, solche Schritte so bald wie möglich nach der Bestätigung der Struktur des Fünften Rahmenprogramms in Angriff zu nehmen.

Die beiden Delegationen vereinbarten, die nächste JSTCC-Sitzung vor Ende 1998 in Australien abzuhalten.


Quelle: Europäische Kommission

Verwandte Informationen

Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben