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ESPRIT erprobt neue Lernmethoden für Kinder

ESPRIT, das spezifische FTE-Programm der Gemeinschaft für Informationstechnologien, hat eine neue Initiative gestartet, die neue Lernmethoden in Schulen erforschen soll. Die Initiative, für die ein Haushalt von rund 13 Mio. ECU bereitgestellt worden ist, will wichtige Fortschr...
ESPRIT, das spezifische FTE-Programm der Gemeinschaft für Informationstechnologien, hat eine neue Initiative gestartet, die neue Lernmethoden in Schulen erforschen soll. Die Initiative, für die ein Haushalt von rund 13 Mio. ECU bereitgestellt worden ist, will wichtige Fortschritte in den Bereichen Bildung und Technologie fördern.

Sie wurde am 16. September 1997 im Rahmen des letzten Aufrufs zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen des ESPRIT-Programms gestartet und wird als die Initiative "Experimentelle Lernumgebungen" bezeichnet - mit diesem Titel soll der innovative Charakter der Arbeiten hervorgehoben werden. Sie ist das Ergebnis einer breit angelegten Anhörung von Pädagogen, Unternehmen und Technikern sowie einer Reihe von Pionieren auf diesem Gebiet, wie der Organisation "Digitale Städte" oder innovativen Spielzeugherstellern.

Um zu möglichst viel Kreativität anzuregen, wurde der Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen bewußt sehr offen gestaltet. Geeignete Vorschläge könnten die Entwicklung neuer Werkzeuge, neuer Medien oder Umgebungen zum Ziel haben, die die Interaktion der Kinder über die Stimulation sämtlicher Sinne fördern. Denkbar sind Systeme, die Merkmale von Spielen oder Spielzeugen besitzen und gleichzeitig mobil sind oder sogar am Körper getragen werden können. Derartige Systeme könnten sowohl individuelle Kontakte als auch Gruppeninteraktionen zwischen Schülern einer oder mehrerer Schulen und der "Außenwelt" ermöglichen. Wichtigstes Kriterium der Initiative ist die Forderung nach einer neuen Dimension in der Beziehung zwischen Lernen und Technologie.

Um die Synergieeffekte zwischen den verschiedenen Projekten zu maximieren, konzentriert sich die Initiative "Experimentelle Schulumgebungen" auf die Vier- bis Achtjährigen - eine der für Erfinder und Entwickler herausforderndsten, jedoch gleichzeitig interessantesten Altersgruppen. Kinder dieses Alters sind absolut offen und ausdrucksstark, ohne bereits in Denk-, Verhaltens- oder Ausdrucksmuster gepreßt zu sein. Vom technologischen Gesichtspunkt aus verlangt diese Gruppe nach Lösungen, die über herkömmliche, vor allem auf Texte gestützte Systeme hinausgehen. Um potentiellen Bewerbern bei der Entscheidung zu helfen, ob sich eine förmliche Bewerbung lohnt, sind alle Interessenten eingeladen, kurze Zusammenfassungen ihrer Vorschläge einzureichen, die anschließend kurzfristig beurteilt werden.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers

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