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Europäische Union tritt der nordkoreanischen Organisation für nukleare Sicherheit bei

Am 19. September 1997 trat die EU durch die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) formal der Organisation für Energieentwicklung der koreanischen Halbinsel (KEDO) bei. KEDO ist eine 1995 von Süd-Korea, den USA und Japan gegründete Organisation zur Steigerung der nuklearen Sic...
Am 19. September 1997 trat die EU durch die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) formal der Organisation für Energieentwicklung der koreanischen Halbinsel (KEDO) bei. KEDO ist eine 1995 von Süd-Korea, den USA und Japan gegründete Organisation zur Steigerung der nuklearen Sicherheit und zur Reduzierung der Verbreitung von Atomwaffen in Nordkorea.

KEDO soll zwei neue, verbreitungssichere Leichtwasserreaktoren errichten. Diese sollen weniger sichere, ältere Reaktoren ersetzen, die stillgelegt werden sollen. Bis dahin sollen KEDO-Mittel für die Bereitstellung von Öl als sicheren Alternativbrennstoff bereitgestellt werden. Auf diese Weise will KEDO sicherstellen, daß Nordkorea über eine ausreichende, sichere Energieversorgung verfügt, während die Möglichkeit der Verwendung von Kernbrennstoffen für den Waffenbau minimiert wird.

Die EU unterstützt KEDO seit ihrer Gründung und bestätigte die Mitgliedschaft im Prinzip bereits im Dezember 1995. Der formale Beitritt folgt dem Abschluß der Verhandlungen über den Beitrittsvertrag zwischen der EU und KEDO, der im Mai 1997 paraphiert und später von der EU und den ursprünglichen KEDO-Mitgliedern ratifiziert wurde.

Im Rahmen des neuen Abkommens leistet die EU einen Beitrag von 75 Mio. ECU über einen Zeitraum von fünf Jahren. Diese entspricht etwa dem Beitrag der USA und von KEDO. Der Beitritt folgt direkt auf die Einweihungszeremonie für die ersten beiden von KEDO finanzierten Leichtwassereaktoren in Kumho in der Provinz Hamgjong an der Ostküste Nordkoreas.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers

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