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Kommissarin Edith Cresson trifft sich mit jungen Europäern zu Gesprächen über die Zukunft gemeinschaftlicher Programme

Einhundert junge Europäer, die sich an gemeinschaftlichen Programmen auf dem Gebiet der Erziehung und Berufsbildung, der Jugend und der Wissenschaften beteiligt haben, sind zu einem für den 7. und 8. Oktober 1997 geplanten Forum in Brüssel eingeladen worden. Die Veranstaltung ...
Einhundert junge Europäer, die sich an gemeinschaftlichen Programmen auf dem Gebiet der Erziehung und Berufsbildung, der Jugend und der Wissenschaften beteiligt haben, sind zu einem für den 7. und 8. Oktober 1997 geplanten Forum in Brüssel eingeladen worden. Die Veranstaltung dieses Forums erfolgte auf eine Initiative der Kommissarin Edith Cresson, die für Forschung, Innovation, Erziehung und Berufsbildung und Jugend zuständig ist. Die Veranstaltung soll den jungen Menschen Gelegenheit geben, sich zur nächsten Generation der EU-Programme auf diesen Gebieten zu äußern.

Frau Cresson erläuterte dies mit den Worten: "Wir wollen die Ansichten junger Europäer hören und sie an der Vorbereitung der nächsten Generation von gemeinschaftlichen Programmen beteiligen." Die 100 Teilnehmer werden an Workshops teilnehmen, die sich auf die unterschiedlichen Programme konzentrieren, an denen sie beteiligt waren. Nach diesen Workshops, am Nachmittag des 8. Oktober, nimmt die Kommissarin an einer offenen Sitzung mit der Gruppe teil. Dabei haben die Teilnehmer Gelegenheit zu Gesprächen mit Frau Cresson, d.h. sie können mit ihr über ihre Erfahrungen, ihre Ideen und Meinungen sprechen.

Jedes Jahr beteiligen sich insgesamt mehr als 300.000 junge Europäer an einer Vielzahl von gemeinschaftlichen Programmen auf den Gebieten Erziehung und Berufsbildung, Jugend und Wissenschaften/Forschung. Das Forum soll junge Menschen im Alter von 18 bis 28 aus allen Teilen der Gesellschaft und aus allen Mitgliedstaaten (und von außerhalb) zusammenführen, die an einzelnen Programmen teilgenommen haben. Die Kommissarin möchte sowohl Einzelheiten über die Erfahrungen der jungen Teilnehmer der laufenden Programme als auch etwas über ihre Ideen für zukünftige Programme hören. "Diese Programme betreffen die Leute direkt", sagte sie, "und die Kommission soll ihnen hier zuhören."

Im Rahmen einer vorbereitenden Erhebung unter 100 Teilnehmern wurde festgestellt, daß 82% der Meinung waren, daß sie aufgrund ihrer Teilnahme an gemeinschaftlichen Programmen ihre Zielsetzung erreicht hätten, während 83% zum Ausdruck brachten, daß ihre europäische Erfahrung für ihren zukünftigen beruflichen Weg von Wert sein würde. Trotz der allgemeinen positiven Reaktion bei dieser Erhebung soll das Treffen in Brüssel tiefergehende Informationen und Meinungen der Teilnehmer in Erfahrung bringen. Auf diese Weise gewinnt die Kommission wertvolle Angaben über erfolgreiche Aktionen, ganz abgesehen davon, daß sie auch mehr über die Belange und Bedürfnisse der jungen Menschen erfährt und Vorschläge für Verbesserungen entgegennehmen kann. Bei der Auslegung der kommenden Programme kann die Kommission daher besser auf die Erwartungen der zukünftigen Generation eingehen.

Das SOCRATES-Programm macht jedes Jahr etwa 170.000 Teilnehmern aus dem höheren Schulwesen und den Hochschulen einen Studienaufenthalt im Ausland möglich. Ebenfalls im Rahmen des SOCRATES-Programms unterstützt LINGUA jedes Jahr etwa 80.000 junge Menschen beim Erlernen von Fremdsprachen. Auf dem Gebiet der Berufsbildung und der Lehrausbildung kommen jedes Jahr 50.000 junge Europäer in den Genuß der Vorteile des LEONARDO DA VINCI-Programms. Abseits der formalen Erziehung und Berufsbildung unterstützt das "JUGEND FÜR EUROPA"-Programm eine Vielfalt von Projekten, die es insbesondere jungen Menschen aus weniger begünstigten Verhältnissen möglich machen, sich an Aktionen außerhalb des eigenen Landes zu beteiligen. Der 1997 als Pilotaktion eingerichtete Europäische Volontärdienst macht jungen Menschen die Teilnahme an Aktionen möglich, die der Gesellschaft in anderen Ländern zum Vorteil gereichen.

Jedes Jahr werden mehrere tausend junge Wissenschaftler aus dem Marie-Curie-Fond bezuschußt, damit sie Forschung in Laboratorien in anderen europäischen Ländern im Rahmen des Ausbildungs- und Mobilitätsprogramms (TMR) betreiben können. Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS), eine Forschungseinrichtung der Kommission mit sieben getrennten Forschungsinstituten, fungiert jedes Jahr selber als gastgebende Organisation für ca. 150 Stipendiaten, die dabei häufig die Gelegenheit zum Abschluß ihrer Doktorarbeiten haben.

Eine der Grundlagen von EU-Programmen auf den Gebieten Erziehung, Jugend und Wissenschaften ist die Ermutigung junger Menschen zur Bewegung innerhalb der EU im Rahmen des Studiums. durch Forschungstätigkeit in einem anderen EU-Land, Arbeitstätigkeit in einem europäischen Land, oder Tätigkeit als Volontär in einem anderen Land. Durch diese Programme werden bessere Ausbildungsmöglichkeiten und besserer Zugang zu Arbeitsplätzen für junge Menschen geschaffen, weil sie am Aufbau des Wissens, der Solidarität und der Bildung des europäischen Staatsbürgers beteiligt sind.

Es folgen einige Äußerungen der Teilnehmer über ihre Erfahrungen....

"Ein Auslandaufenthalt fördert Erziehung und Berufsbildung, und die persönlichen Erfahrungen sorgen für eine offenere Einstellung."

"Ich habe junge Leute aus anderen Ländern kennengelernt und gesehen, wie sie lernen und arbeiten."

Meine Erfahrungen haben sicher einen positiven Effekt, wenn ich anfange, einen Arbeitsplatz zu suchen, und ich betrachte diese Art von Erfahrung als eine Art Privileg."

Meine zukünftigen Arbeitgeber waren davon beeindruckt, daß ich bereits im Ausland gearbeitet hatte."

"Die Chancen für eine Teilnahme junger Menschen an gemeinschaftlichen Programmen müssen vervielfacht werden, denn es ist ja eine einzigartige Erfahrung mit umfassender Wirkung."

"Ich arbeite weiterhin am Jugendaustausch, denn ich bin von der Bedeutung der Bekanntschaft mit anderen jungen Europäern überzeugt."

"Wir haben immer den Eindruck gehabt, daß Europa weit von England entfernt ist, aber nach unserem Austauschbesuch in Frankreich merkten wir, wieviel wir gemeinsam haben."

"Dieser Austausch schafft das Gefühl, daß wir alle der gleichen, großen Gemeinschaft angehören, obwohl ich selber insbesondere meine Kenntnisse über die Unterschiede verbessern möchte."

"Als TEMPUS-Student kann ich einen Beitrag zum Aufbau kleiner Verbindungen mit den Mittel- und Osteuropäischen Ländern und der EU leisten." ....."Man muß eine gewisse Neugierde haben, um zum Lernen in ein anderes Land zu gehen ..."


Quelle: Europäische Kommission, Gemeinsame Forschungsstelle

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