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EU-Forschung deutet auf Ansteigen der Meeresspiegel in Europa

Jüngste Ergebnisse einer Forschung, die im Rahmen des Umwelt- und Klimaprogramms der Gemeinschaft durchgeführt wurde, haben gezeigt, daß die Meeresspiegel an den Küsten der Europäischen Union um durchschnittlich 1 bis 1,5 mm pro Jahr steigen.

Die Ergebnisse der EU-Projekte ze...
Jüngste Ergebnisse einer Forschung, die im Rahmen des Umwelt- und Klimaprogramms der Gemeinschaft durchgeführt wurde, haben gezeigt, daß die Meeresspiegel an den Küsten der Europäischen Union um durchschnittlich 1 bis 1,5 mm pro Jahr steigen.

Die Ergebnisse der EU-Projekte zeigen, daß das allgemeine Muster des beobachteten relativen Anstiegs nicht nur durch vertikale Landbewegungen erklärt werden kann. Insbesondere kann nicht ausgeschlossen werden, daß der Anstieg zumindest teilweise auf das durch die regionale und/oder globale Erwärmung verursachte Schmelzen der Eisdecken und Gletscher zurückzuführen ist. Im Kontext der derzeitigen Diskussionen über den Klimawandel ist es daher von besonderer Wichtigkeit, die Hauptursache für den beobachteten Anstieg des Meeresspiegels zu ermitteln.

Eine sorgfältige Überwachung dieser Veränderungen ist auch für die zukunftsfähige Entwicklung und das Management der Küstenregion erforderlich. Die Küste der Europäischen Union ist ungefähr 89 000 km lang, und rund 68 Millionen Menschen könnten von der Veränderung des Meeresspiegels betroffen sein.

In ihrem Vorschlag zum Fünften Rahmenprogram, das sämtliche EU-Forschungsaktivitäten in der Zeit von 1998-2002 abdecken wird, empfiehlt die Kommission auf Anregung von Frau Cresson, der für Forschung, Innovation, allgemeine und berufliche Ausbildung und Jugend verantwortlichen Kommissarin, dem Problem der globalen Klimaveränderung einschließlich der regionalen Folgen verstärkte Aufmerksamkeit zu widmen.

In einem Kommentar zu diesen Entwicklungen unterstrich Frau Cresson, daß es von Vorteil sei, dieses Problem auf europäischer Ebene anzugehen, damit die verschiedenen Sachkenntnisse der einzelnen Länder genutzt werden könnten. Darüber hinaus sei die Kommission dafür verantwortlich, daß die gesamten derzeitigen wissenschaftlichen und technologischen Kenntnisse zur Lösung solcher Probleme, die eine ungeheure potentielle Wirkung nicht nur auf europäischer sondern auch auf globaler Ebene hätten, genutzt würden, meinte Frau Cresson.

Diese neue Forschung in bezug auf den Anstieg des Meeresspiegels traf während der Tagung des Zwischenstaatlichen Gremiums für Klimaveränderungen (IPCC) vom 22.-26. September 1997 auf den Malediven auf großes Interesse.


Quelle: Europäische Kommission

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