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Ansicht des WSA zur Forschungsfinanzierung für KMU

Der Wirtschafts- und Sozialausschuß der Europäischen Gemeinschaften hat auf eigene Initiative hin eine Stellungnahme zu den "Folgen der stetigen und weitverbreiteten Reduzierung der FTE-Fördermittel in der EU (auf gemeinschaftlicher und nationaler Ebene) für KMU" veröffentlich...
Der Wirtschafts- und Sozialausschuß der Europäischen Gemeinschaften hat auf eigene Initiative hin eine Stellungnahme zu den "Folgen der stetigen und weitverbreiteten Reduzierung der FTE-Fördermittel in der EU (auf gemeinschaftlicher und nationaler Ebene) für KMU" veröffentlicht.

Die Ansicht des Ausschusses wurde am 1. Oktober 1997 bei einer Vollversammlung angenommen und bringt die Besorgnis darüber zum Ausdruck, daß die gesamten sowohl öffentlichen als auch privaten Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Europa fast ein Drittel niedriger sind als in Japan (1,9% des BIP im Vergleich zu 3,1% im Jahr 1995). Die öffentlichen Fördermittel für F&E sind seit 1991 stetig gesunken, und derzeit sind in den japanischen Unternehmen viermal so viele Forscher beschäftigt wie in Europa.

Nach Ansicht des Ausschusses wird diese Situation nicht nur zu mangelnder innovativer Kapazität und zu einer unzureichenden Lancierung von neuen Produkten und Dienstleistungen, sondern auch zu einer geringeren Arbeitsbeschaffungskapazität in Europa führen. Angesichts des bevorstehenden europäischen Beschäftigungsgipfels möchte der Ausschuß die europäischen Regierungen und Unternehmen darauf aufmerksam machen, wie notwendig die Umorganisation des Forschungs- und Entwicklungspotentials ist.

Der Ausschuß empfiehlt, daß die EU ihre Bemühungen auf die Gruppe der sogenannten "Vorläufer"-KMU konzentriert, die zwar das Potential für Forschung und Innovation haben, aber nicht über die entsprechenden Mittel verfügen. Diese Gruppe macht nur rund 10% der schätzungsweise 15 Millionen KMU in Europa aus. Der Ausschuß ist der Ansicht, daß durch die Koordinierung der Bemühungen des öffentlichen Sektors sowohl auf nationaler als auch auf gemeinschaftlicher Ebene und durch die Förderung der Investition von Privatkapital mehrere Millionen Arbeitsplätze in diesen Unternehmen geschaffen werden könnten.

Andere vom Ausschuß vorgeschlagene Maßnahmen beziehen sich auf die Weiterentwicklung der CRAFT-Initiative für kooperative Forschung und der EUREKA-Initiative, die Konzentration des TMR-Programms (Ausbildung und Mobilität von Wissenschaftlern) auf Ingenieure und Forscher aus Unternehmen mit hohem Innovationspotential und die Errichtung eines Finanzinstruments zur Unterstützung von Joint-ventures zwischen europäischen KMU.


Quelle: Wirtschafts- und Sozialausschuß der Europäischen Gemeinschaften

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