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Gentherapie - die große Debatte

Eine Informationsbroschüre zu den ethischen, sozialen und juristischen Fragen der Gentherapie ist unter der Bezeichnung 'Gene therapy - The great debate' (s. Überschrift) von GD XII (Wissenschaft, Forschung und Entwicklung) der Europäischen Kommission veröffentlicht worden.

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Eine Informationsbroschüre zu den ethischen, sozialen und juristischen Fragen der Gentherapie ist unter der Bezeichnung 'Gene therapy - The great debate' (s. Überschrift) von GD XII (Wissenschaft, Forschung und Entwicklung) der Europäischen Kommission veröffentlicht worden.

Die Broschüre, die von einer Gruppe von Wissenschaftsexperten mit Unterstützung von der Kommission erstellt wurde, vermittelt einen kurzen wissenschaftlichen Überblick über Gentherapie und umreißt einige der Hauptthemen in Verbindung mit ihrer Anwendung.

Die Broschüre betont insbesondere die wichtigen Unterschiede zwischen somatischer Gentherapie und Keimzellengentherapie.

Bei somatischer Gentherapie werden nur die Zellen im Körper der behandelten Person geändert, wobei diese Änderungen nicht erblich sind. Diese Form der Gentherapie hat großes Potential für die Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten, einschl. Herzkrankheiten, Krebs und AIDS. Andererseits erfolgt bei Keimzellengentherapie eine bewußte Insertion eines Gens in die Keimzellen (Samen- und Eizellen, die Gene von beiden Eltern an die Nachkommen übertragen), Deletion eines Gens aus diesen Zellen bzw. Änderung eines bereits vorhandenen Gens. Die Keimbahntherapie wirft schwerwiegende ethische Fragen auf, da Änderungen vererbt würden.

Die Broschüre argumentiert zugunsten einer vorrangigen Behandlung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der somatischen Gentherapie in Europa, sowohl hinsichtlich finanzieller Investitionen in F&E als auch im Hinblick auf Schulung und Förderung der Zusammenarbeit auf breiterer Basis. Ferner wird darin anerkannt, daß für angemessene Kontrollmechanismen gesorgt sein muß (wie z. B. Verbot der Keimzellengentherapie) und daß gut informierte Diskussionen über die ethischen Aspekte der neuen Genetik erforderlich sind.


Quelle: Europäische Kommission

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