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Wirkung der Informationsgesellschaft auf die Planung benachteiligter Regionen

Die Europäische Kommission (ISPO) hat eine Studie mit dem Titel "Die Auswirkung der Informationsgesellschaft auf die territoriale Planung benachteiligter Regionen" veröffentlicht.

Der Hauptteil des Berichts enthält eine Reihe von 6 Fallstudien, die in drei Mitgliedstaaten dur...
Die Europäische Kommission (ISPO) hat eine Studie mit dem Titel "Die Auswirkung der Informationsgesellschaft auf die territoriale Planung benachteiligter Regionen" veröffentlicht.

Der Hauptteil des Berichts enthält eine Reihe von 6 Fallstudien, die in drei Mitgliedstaaten durchgeführt wurden. Diese sollten verschiedene Aspekte der Regionalplanung hervorheben und Beispiele für die unterschiedlichen Regionen, die verschiedenen Arten der Planungsumfelder und Beispiele für die verschiedenen Ansätze in bezug auf die Informationsgesellschaft bereitstellen.

In der Studie werden folgende Kernpunkte identifiziert:

- Infrastrukturinvestitionen werden allgemein von Betreibern und nicht von Planern entschieden, mit geringer Koordination zwischen beiden Gruppen;
- Das Herangehen an Infrastrukturinvestitionen in der Informationsgesellschaft wird von technologischen Gesichtspunkten bestimmt, die menschlichen Fähigkeiten und das erforderliche Fachwissen werden dabei weniger berücksichtigt;
- Es sind sowohl Anzeichen von Dezentralisierung als auch von Zentralisierung erkennbar, die auf Infrastruktur-Entwicklungen der Informationsgesellschaft in den Regionen beruhen;
- In allen Fällen zeigte sich, daß die benachteiligten Regionen das Nachsehen haben, gleich ob es sich dabei um die abgelegensten oder um die ärmsten Regionen handelt;
- Während die meisten für die Entwicklung der Informationsgesellschaft auf lokaler und regionaler Ebene verantwortlichen Entscheidungsträger im allgemeinen sehr kompetent sind, ist auf den höheren Ebenen, wo die Entscheidungen über die Gesamtpläne und Budgets getroffen werden, ein Mangel an Bewußtsein über die Möglichkeiten erkennbar.

Auf der Grundlage der in den sechs Regionen gewonnenen Anhaltspunkte kommt die Studie zu einer Anzahl von Schlußfolgerungen. Es ist erforderlich, Regionalpläne zu entwickeln, so daß die Dienste der Informationsgesellschaft den besten Beitrag zur Regionalplanung leisten können. Überdies muß die Planung für die Informationsgesellschaft deutlich in die Regionalplanung integriert werden, einschließlich der realen Bewertung der Auswirkungen auf Bereiche wie allgemeine und berufliche Bildung und wirtschaftliche Entwicklung. Es ist erforderlich, lokale Vorführer aufzustellen, die konkrete Beweise für die Vorteile aufzeigen, die aus den Diensten der Informationsgesellschaft gewonnen werden können. Außerdem ist das Konzept der lernenden Gesellschaft unter Verwendung der Möglichkeiten zu fördern, die durch die Informationsgesellschaft eröffnet werden. Abschließend fordert die Studie eine stärkere Unterstützung der interregionalen Kooperation zur Umsetzung der Dienste und Anwendungen der Informationsgesellschaft ,.


Quelle: Europäische Kommission, ISPO

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