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Kommission fordert Entwicklung von Kraft-Wärme-Kopplung

Die Europäische Kommission hat eine Kommunikation über die Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) verabschiedet. Die vorgeschlagene Strategie soll die Entwicklung von KWK erleichtern und Schranken für die Durchsetzung auf dem europäischen Markt als energiesparendes und umwel...
Die Europäische Kommission hat eine Kommunikation über die Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) verabschiedet. Die vorgeschlagene Strategie soll die Entwicklung von KWK erleichtern und Schranken für die Durchsetzung auf dem europäischen Markt als energiesparendes und umweltfreundliches System für die Erzeugung von Wärme und Energie abbauen helfen.

Eine KWK-Anlage kann 85% bis 90% des Energiegehalt eines Brennstoffs umsetzen. Bei der Verbrennung von Brennstoffen unter Einsatz konventioneller Prozesse liegt dieser Wert bei nur 30% bis 40%. Bereits durch die einfache Ableitung der Wärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, ermöglicht KWK mehr als eine Verdopplung des Wirkungsgrads. Ein Beispiel ist der erfolgreiche Einsatz von KWK in der Stadt Kopenhagen. Hier wird bei der Brennstoffverstromung entstehendes Warmwasser in der Industrie bzw. für die Wohnungsheizung und die Heizung von Gebäuden und Läden genutzt .

Gegenwärtig wird bei nur 9% der Energieerzeugung das KWK-Verfahren angewandt. Die Kommission will diesen Prozentsatz bis zum Jahr 2010 auf 18% verdoppeln. Sie hält dieses Ziel für realistisch und vertritt die Ansicht, daß damit die CO2-Emission um 4% der gesamten Emission in der EU reduziert werden kann. Obwohl hier Raum für Aktionen auf EU-Ebene ist, müssen die Hauptanstrengungen auf dem Gebiet der KWK dennoch auf einzelstaatlicher Ebene in den Mitgliedsländern gemacht werden.

Die vorgeschlagene Strategie bezieht sich auf die nachfolgenden Anstrengungen:

- Förderung von KWK als umweltfreundliche Technologie durch Steuervergünstigung, Festlegung von Emissionsstandards für Kraftwerke und vollständige Transparenz der Kosten und der Vorteile unterschiedlicher Prozesse für die Stromerzeugung;

- Steigerung des Anteils der für KWK bestimmten Finanzierungsmittel aus gemeinschaftlichen Programmen wie z.B. JOULE/THERMIE, SAVE, ALTENER, SYNERGY, PHARE, TACIS und MEDA und dem Strukturfonds;

- Verhandlung von Verträgen über spezifische Zielvorgaben mit einzelnen Sektoren der Industrie mit hohem Potential für die KWK-Realisierung;

- Informations- und Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedstaaten; Überwachung der Wirkung von KWK auf die Liberalisierung des Energiemarkts; Internationalisierung der externen Kosten und des Nutzens durch Besteuerung; Nutzung von Finanzinstrumenten wie z.B. Finanzierung durch Dritte, um Unternehmen in die Lage zu versetzen, in KWK-Anlagen zu investieren.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers

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