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Eurobarometer-Studie über junge Europäer

Die Europäische Kommission hat eine Eurobarometer-Meinungsumfrage über die Einstellungen und den Lebensstil junger Europäer veröffentlicht.

Der Bericht spiegelt wider, in welcher Art und Weise die jungen Europäer die sie unmittelbar berührenden Fragen sowie die Fragen im Zusa...
Die Europäische Kommission hat eine Eurobarometer-Meinungsumfrage über die Einstellungen und den Lebensstil junger Europäer veröffentlicht.

Der Bericht spiegelt wider, in welcher Art und Weise die jungen Europäer die sie unmittelbar berührenden Fragen sowie die Fragen im Zusammenhang mit der Europäischen Union wahrnehmen. Der erste Teil der Umfrage gibt Auskunft zum Leben des jungen Europäers unter dem Blickwinkel seiner religiösen Überzeugung, seiner Mitwirkung am Leben der Gemeinschaft, seiner Auffassung von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit, seiner Ausbildung, der Reisen, seiner Sprachkenntnisse usw.. Der zweite Teil konzentriert sich stärker auf seine Wahrnehmung der EU und ihrer Leistungen.

In der Umfrage wird deutlich, daß das Thema Beschäftigung den Jugendlichen die größten Sorgen bereitet. In ihren Augen sollte dies zu den vorrangigen Aktionsfeldern der EU gehören. Für sie steht eine "gute Allgemeinbildung" an erster Stelle und ist in ihren Augen das nützlichste Instrument, um einen Arbeitsplatz zu finden. Die wachsende Mobilität junger Leute, von denen mehr als die Hälfte in den letzten zwei Jahren einen anderen Mitgliedstaat besucht hat, ist ein Erfolg für die EU. Für die Jugend ist die Frage der "Unionsbürgerschaft" mit dem Fähigkeit verbunden, in jedem Mitgliedstaat arbeiten, leben und studieren zu können. Nur 28% der Befragten gaben an, keine zweite europäische Frage ausreichend zu beherrschen, eine große Verbesserung seit 1990, als etwa 40% angaben, keine zweite Sprache zu beherrschen.

In ihrer Freizeit betreiben die meisten Jugendlichen Sport oder sehen fern. Trotz der Tatsache, daß fast die Hälfte der Befragten nicht Mitglieder irgendeiner Organisation oder Vereinigung sind, zeigen sie sich offen gegenüber Behinderten und sind bereit, älteren Menschen zu helfen. Die Jugendlichen zeigten sich insbesondere an der Entwicklung neuer Technologien interessiert, die sie als ein Schlüssel zur Schaffung neuer Arbeitsplätze sehen. In dieser Hinsicht wurden Forschung und Entwicklung als die dritte Priorität für die EU angeführt, noch vor dem Wohnungsbau, der Kriminalitätsbekämpfung und dem Verbraucherschutz. Trotz alledem benutzt die Hälfte der Befragten noch keine Computer oder das Internet.

Zwischen April und Juni 1997 wurden insgesamt 9.400 Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren befragt. Das sind im Durchschnitt etwa 600 pro Mitgliedstaat mit Ausnahme von Deutschland (1.200: 600 in den neuen und 600 in den alten Bundesländern), dem Vereinigten Königreich (800: 600 in Großbritannien und 200 in Nordirland) und Luxemburg (200). Die Umfrage enthält eine Reihe neuer Fragen, sowie "alte" Fragen, die bereits in einer vorhergehenden Erhebung (von 1990) gestellt wurden und Vergleiche zulassen.


Quelle: Europäische Kommission, GD XXII
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