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Siebte Europäische Konferenz über Industrietechnologien - industrietechnologien für das 21. Jahrhundert

Die von der Europäischen Kommission veranstaltete, siebte europäische Konferenz über Industrietechnologien fand vom 27. bis 30. Oktober 1997 in Toulouse, Frankreich, statt. Diese wichtige Veranstaltung verzeichnete mehr als 750 europäische Teilnehmer, darunter Industrialisten,...
Die von der Europäischen Kommission veranstaltete, siebte europäische Konferenz über Industrietechnologien fand vom 27. bis 30. Oktober 1997 in Toulouse, Frankreich, statt. Diese wichtige Veranstaltung verzeichnete mehr als 750 europäische Teilnehmer, darunter Industrialisten, Forscher, Techniker und Städteplaner, die sich an der Diskussion der Erfordernisse und der Zukunftsaussichten der Industrieforschung in Europa beteiligen wollten.

Die Eröffnung erfolgte durch Lionel Jospin, den französischen Premier. Die Eröffnungsansprache hielt Frau Edith Cresson, die Europäische Kommissarin für Forschung, Innovation, Erziehung und Berufsbildung und Jugend. Frau Cresson betonte die Bedeutung von Forschung als Werkzeug zur Förderung des Wachstums, der Wettbewerbsfähigkeit und der Beschäftigung, hob jedoch gleichzeitig die Notwendigkeit der Anpassung von Forschung an die Interessen des Verbrauchers hervor und unterstrich damit das Hauptthema dieser Konferenz "Europas Forschung im Dienste seiner Gesellschaft".

"Nur allzu häufig wird davon ausgegangen, daß sich die Belange des Verbrauchers und die Wettbewerbsfähigkeit gegenseitig ausschließen", meinte die Kommissarin. "Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt. Die aussichtsreichsten Märkte sind immer gerade die, die den gegenwärtigen oder den zukünftigen Markt widerspiegeln. Und auf diesen Märkten sind die wettbwerbsfähigsten Produkte immer die, die die Kundenerwartungen hinsichtlich der Sicherheit, der Benutzerfreundlichkeit und der Langlebigeit erfüllen."

Weitere Sprecher bei dieser Eröffnungssitzung waren Frau Erna Hennicot-Schoepges, luxemburgische Ministerin für Erziehung und Berufsbildung, und amtierende Vorsitzende des Forschungsrats der Europäischen Union, sowie Umberto Scapagnini, Präsident des Europäischen Parlamentsausschusses für Forschung, technologische Entwicklung und Energie.

Im Rahmen des Hauptthemas, "Europas Forschung im Dienste seiner Gesellschaft" konzentrierte sich die Diskussion auf drei Hauptgebiete der Industrieforschung mit direkter Wirkung auf den Alltag:

- Die städtische Umwelt;
- Die Fabrik der Zukunft;
- Neue Perspektiven in der Luftfahrt.

Auf jedem dieser drei Gebiete wurden während der mehr als 50 technischen Sitzungsperioden eine Vielzahl von Projekten beschrieben, die von den beiden europäischen Industrie-Forschungsprogrammen für Industrie- und Werkstofftechnologien (BRITE/EURAM) und Normung, Meßtechnik und Prüfung (SMT) finanziert werden. Zu diesen technischen Sitzungsperioden kamen Diskussionen der Hauptthemen am Runden Tisch zur Anregung des Erfahrungsaustauschs. Die dabei erzielten Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:

- Die Städtische Umwelt:
Neue Technologien auf dem Gebiet des Stadtverkehrs (Konstruktion sauberer, sicherer, intelligenter öffentlicher Verkehrsmittel) und des Baus (Verbesserung der Lebensqualität und Erhaltung des städtischen kulturellen Erbes) müssen gefördert werden. Weil mehr als 80% aller Europäer in Städten leben - ganz abgesehen von den dort ansässigen Unternehmen - ist für die Optimierung der industriellen Systeme im ganzen eine bessere städtische Arbeits und Lebensumgebung notwendig.

- Die Fabrik der Zukunft:
Die Verbesserung der Qualität der Produkte, Prozesse und Dienstleistungen unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Belange der Umwelt stellen für die Fabrik der Zukunft die größte Herausforderung dar. Die Verbrauchererwartungen müssen weiterhin die Priorität für die Industrie und die regelnden und normierenden Organe bleiben. Traditionelle Produkte müssen durch "Dienstleistungsprodukte" mit einem höheren Dienstleistungsgehalt ersetzt werden. Außerdem muß die Idee der innovativen Fabrik durch ständige Integration neuer Technologien und die Entwicklung intelligenter Systeme gestärkt werden. Schließlich müssen Netze für die industrielle Zusammenarbeit verbessert und auf europäischer Ebene erweitert werden; dazu müssen die Verbindungen zwischen den großen europäische Unternehmen vervielfältigt werden, ohne jedoch die Schlüsselrolle der KMU (der kleinen und mittleren Unternehmen) zu vergessen.

- Neue Perspektiven in der Luftfahrt:
Ziel ist die Integration fortgeschrittener Technologien in die Entwicklung einer neuen Generation von Flugzeugen, und zwar auf solche Art und Weise, daß die europäische industrielle Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten verbessert und Effizienz und Sicherheit im Luftverkehr unter Vermeidung von Umweltschäden weiter verbessert werden. Forschung dieser Art ist für die Restrukturierung der europäischen Luftfahrtindustrie im Kontext wachsender Kooperation der Partner unumgänglich.

Parallel zu dieser Konferenz wurde eine größere Ausstellung mit mehr als 100 Industrietechnologie-Exponaten veranstaltet, die für die Programme Industrie- und Werkstofftechnologie (BRITE/EURAM) und Normung, Meßtechnik und Prüfung (SMT) repräsentativ sind.


Quelle: Europäische Kommission, GD XII

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