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Förderung der europäischen Biotechnologie-Industrie

Auf eine Initiative von Frau Edith Cresson, der Kommissarin mit Verantwortung für Forschung, Innovation, Erziehung, Berufsbildung und Jugend, haben die Kommission und der Europäische Verband der Wertpapiermakler (EASD) die Einrichtung eines Forums mit dem Titel "Biotechnologie...
Auf eine Initiative von Frau Edith Cresson, der Kommissarin mit Verantwortung für Forschung, Innovation, Erziehung, Berufsbildung und Jugend, haben die Kommission und der Europäische Verband der Wertpapiermakler (EASD) die Einrichtung eines Forums mit dem Titel "Biotechnologie und Finanzen" beschlossen, das die Entwicklung der europäischen Biotechnologie und unternehmerisches Interesse auf diesem Sektor fördern soll.

Das Forum soll die Anbahnung von Beziehungen zwischen der wissenschaftlichen und der Industriegemeinschaft (Forscher, "Campusunternehmen" usw.) und dem Finanzsektor (Kapitalanleger usw.) erleichtern und die Verfügbarkeit von Mitteln für Kapitalinvestitionen auf dem Gebiet der biotechnologischen Forschung und Entwicklung verbessern.

Trotz des umfangreichen Forschungspotentials der Europäischen Union auf diesem Gebiet verhindern die Schwierigkeiten der europäischen Industrie bei der Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte und Prozesse ernsthaft ein Wachstum auf diesem Sektor. Eine der Hauptschranken bei der Innovation sind die Schwierigkeiten, die viele kleine Unternehmen bei der Beschaffung der Finanzierungsmittel haben, die für die Unterstützung der ersten Phase ihrer Entwicklung gebraucht werden.

Bei der Ankündigung der Einrichtung dieses neuen Forums hob Frau Cresson das mit folgenden Äußerungen besonders hervor: "In Europa ist der Abstand zwischen denen, die sich mit Forschung und technologischer Entwicklung befassen und der finanziellen Gemeinschaft immer noch viel zu groß. Die Entwicklung neuer Technologien ist eine Sache, ihre Verbreitung und Anwendung eine ganz andere, und gerade das letztere Stadium ist ein notwendiges Stadium, wenn unsere Unternehmen den erwarteten Nutzen in Form von Wachstum und Arbeitsplatzbeschaffung ziehen sollen. Aus dieser Sicht soll dieses Forum die Beziehungen zwischen europäischer Forschung und potentiellen Kapitalanlegern, insbesondere Gebern von Risikokapital, verbessern helfen."

Dazu sagte der Vorsitzende von EASD, Herr Didier Duhem: "Jetzt verfügt Europa über paneuropäische Märkte, die - wie bei NSDAQ - die Finanzierung europäischer Biotechnologieunternehmen möglich machen. Diese Märkte haben bewiesen, daß sie in der Lage sind, gleichzeitig neue Mittel für Unternehmen zu beschaffen und Risikokapitalgebern die erforderlichen Renditen zu sichern, die in neuen Unternehmen investiert werden können. Nachdem dieser rechtschaffene Kreis nun geschlossen ist, haben europäische Biotechnologie-Industrieunternehmen den gleichen Zugang zu Finanzmitteln wie ihre amerikanischen Kollegen."

Dieses Forum soll mit seinen verschiedenen Aktionen engere Beziehungen zwischen Industrialisten, Forschern und der Finanzgemeinschaft aufbauen helfen. Dazu gehören: Unternehmens-und Projektvorstellungen bei Kapitalanlegern, Studien, europäische Konferenzen, usw. Die ersten Initiativen für das Forum "Biotechnologie und Finanzwesen" sind für Anfang 1998 geplant. Sie bestehen aus einer wichtigen Konferenz (im April) und der Veröffentlichung einer Studie über den Finanzbedarf in der Biotechnologie in Europa.


Quelle: Europäische Kommission

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