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Ungarn und Rumänien nehmen erstmals am Programm LEONARDO DA VINCI teil

Gemäß den Beschlüssen des Assoziationsrates vom 1. September 1997 hat die Teilnahme von Ungarn und Rumänien an Gemeinschaftsprogrammen im Bereich "Allgemeine und berufliche Bildung, Jugend" durch Auswahl der ersten Projekte, die im Rahmen des Programms LEONARDO DA VINCI unters...
Gemäß den Beschlüssen des Assoziationsrates vom 1. September 1997 hat die Teilnahme von Ungarn und Rumänien an Gemeinschaftsprogrammen im Bereich "Allgemeine und berufliche Bildung, Jugend" durch Auswahl der ersten Projekte, die im Rahmen des Programms LEONARDO DA VINCI unterstützt werden, nun offiziell begonnen.

Die Teilnahme der ersten mitteleuropäischen Länder an den Gemeinschaftsprogrammen ist ein zentrales Anliegen der intensiven Heranführungsstrategie, von der in der Mitteilung der Kommission zur Agenda 2000 die Rede ist. Dadurch wird es Studenten, Lehrern und Arbeitnehmern aus Ungarn und Rumänien möglich, an transnationalen Projekten und Austauschprogrammen mit Partnern in den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft teilzunehmen und sich mit Strategien, Instrumenten und Verfahren der Gemeinschaften im Bereich "Allgemeine und berufliche Bildung, Jugend" vertraut zu machen.

Die Reaktion auf den von der Kommission in diesem Kontext veröffentlichten Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen war von Erfolg gekrönt worden, und eine beträchtliche Zahl transnationaler Projekte wurden ausgewählt. Insgesamt 2,8 Millionen ECU sind für Projekte vorgesehen, bei denen ungarische bzw. rumänische Stellen entweder Projektträger sind oder eine Partnerschaft mit Stellen in den Mitgliedstaaten oder im Europäischen Wirtschaftsraum (Norwegen, Island, Liechtenstein) eingegangen sind. Diese Zuschüsse beruhen auf finanziellen Beiträgen Ungarns und Rumäniens zu dem Programm, die sich zum einen aus nationalen Haushaltsmitteln und zum anderen aus PHARE-Mittelzuweisungen zusammensetzen.

Außerdem werden im Rahmen des Programms LEONARDO DA VINCI weitere 1,3 Millionen ECU für Partner aus den Mitgliedstaaten und dem europäischen Wirtschaftsraum für Projekte gewährt, bei denen ungarische oder rumänische Stellen Projektträger sind. Die ausgewählten transnationalen Projekte und Vermittlungsprogramme beziehen sich unter anderem auf folgende Themenbereiche: Verbesserung der praktischen Fähigkeiten im Sozial- und Gesundheitswesen, Ingenieurausbildung, Weiterentwicklung der Ausbildung von Sprachlehrern und im Bereich ökologischer Tourismus, Einführung neuer Qualifikationen und Programme für die berufliche Ausbildung, Einsatz multimedialer Lehrmittel bei der Berufsausbildung, Ausbildung von Lehrkräften für die Möbelindustrie und die Rolle der Handelskammern im Bereich der Berufsausbildung usw.

Im Einklang mit den Vorschlägen der Kommission zur intensiveren Heranführungsstrategie werden momentan Vorbereitungen getroffen, um allen Beitrittskandidaten aus Mitteleuropa die Teilnahme an Gemeinschaftsprogrammen in einer Reihe von anderen Bereichen wie Energie, Umwelt, Forschung, Gesundheits- und Sozialpolitik, Kultur und der audiovisuelle Sektor und KMU zu ermöglichen. Dies wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 1998 geschehen.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers

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