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Programm MLIS - Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen für elektronisches Terminologieforum

Die Europäische Kommission, GD XIII, hat einen Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen betreffend den Aufbau eines europäischen elektronischen Terminologieforums im Rahmen des Programms zur Förderung der sprachlichen Vielfalt der Gemeinschaft in der Informationsgesellschaft (MLIS) veröffentlicht.

Terminologie muß heute schnell und standardisiert reagieren können auf den dringenden Bedarf an Fachwörtern, beispielsweise in den Bereichen Wissenschaft, Technik, Handel, Industrie, Medizin und Recht, die also das Wissen des Menschen darstellen. Darüber hinaus muß dies in einem internationalen und mehrsprachigen Umfeld geschehen. Ihrem Wesen nach macht Terminologie eine flexible, dezentrale Arbeitsorganisation erforderlich, so daß in Echtzeit auf die Entwicklung von Termini reagiert, vorhandene Termini abgefragt und schließlich integriert, neue kreiert und Terminologievorschläge genormt werden können.

Im Rahmen dieses Aufrufs sollen für alle einbezogenen Bereiche und Sprachen WWW-basierte Dienste der dezentralen Terminologieabfrage und -aktualisierung sowie der Produktion und Festlegung neuer Termini geschaffen werden.

Dabei müssen mindestens die folgenden drei Grundfunktionen angeboten werden:

- Konsultationen zwischen Fachleuten und schnelle Validierung von Terminologievorschlägen;

- Suche nach vorhandenen Termini oder Entsprechungen in mehreren Datenbanken und Aktualisierung dieser Datenbanken;

- Schnelle Zusammenstellung und Verbreitung neuer in Fachtexten aufgetauchter Termini.

Als Gesamtergebnis soll konkret ein Dienst entstehen, über den Fachleute und Einrichtungen für Terminologienormung zusammenarbeiten können, um ihre jeweiligen Ziele in der Terminologieproduktion zu erreichen. Die Ergebnisse aus mehreren Einzelprojekten sollten zu einem Dienst zusammengefaßt werden können.

Dieser Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen richtet sich in erster Linie an Terminologieeinrichtungen, die in einem oder mehreren Bereichen (z.B. berufs- oder branchenspezifische Terminologiebüros, nationale Terminologieeinrichtungen) neue Termini kreieren, suchen und validieren, an Einrichtungen für Terminologienormung und an internationale Einrichtungen mit eigenen Terminologiesammlungen.

Die Projekte sollten sich auf einen oder mehrere terminologische Einzelbereiche konzentrieren und langfristig beabsichtigen, alle Sprachen abzudecken. Konsortien sollten Einrichtungen angehören, die für die entsprechenden Bereiche stehen, nach Möglichkeit aber auch noch weiteren von den oben genannten Einrichtungen, die bereichs- und sprachübergreifende Interessen haben.

Einzelheiten zu den Auswahlkriterien sind dem Informationspaket zu entnehmen, das bei der Kommission erhältlich ist.

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