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Umwelt und Klima - Fortbildungskurse

Die Europäische Kommission, GD XII, hat eine Aufforderung zur Unterbreitung von Vorschlägen für die Veranstaltung von Fortbildungslehrgängen im Rahmen ihres spezifischen FTE-Programms auf dem Gebiet von Umwelt und Klima bekanntgemacht.

In Frage kommende Interessenten werden aufgefordert, Vorschläge für Fortbildungskurse und technologiefördernde Maßnahmen auf nachfolgenden Gebieten zu unterbreiten:

- Thema 1: Forschung auf dem Gebiet der Naturumgebung, der Umweltqualität und der globalen Veränderungen;
- Thema 2: Umwelttechnologien;
- Thema 3: Anwendung von Methoden aus der Raumfahrt zur Umweltbeobachtung und Forschung;
- Thema 4: Die menschliche Dimension von Umweltveränderungen.

Die spezifischen Themen dieser Kurse, die für junge Wissenschaftler und Doktoranden gedacht sind, müssen sich auf einen der nachfolgenden Bereiche beziehen:

- Unter Thema 1:
. Vorgänge in Polargebieten bei Klimaänderung;
. Starke Klimaschwankungen während der letzten Eiszeit und der Interglazialen;
. Klimaänderungen und extreme Ereignisse;
. Klimaänderungen und die menschliche Gesundheit;
. Landdegradierung und Desertifizierung in Europa; Strategien zur Milderung, Landnutzung und Planung;
. Die Auswirkungen von Klimaänderungen und Humanfaktoren auf besonders empfindliche Ökosystemarten;
. Wasser - Vorbeugungsmaßnahmen gegen und Management von Trockenperioden;
. Nachhaltige Bewirtschaftung europäischer Wasserressourcen (Wasserkonservierung, Maßnahmen gegen Wasserverschmutzung und Wassermangel;
. Verständnis und Voraussage biologischer und geochemischer Prozesse unterschiedlicher Größenordnung in Küstengebieten;
. Troposphären-Stratosphären-Austauschvorgänge und die atmosphärischen Wirkungen der Luftfahrt;

- Unter Thema 2:
. Modellierung von Stromgebieten und Echtzeit-Voraussagen zur Vorbeugung gegen Überschwemmungen;
. Mikronisierungs- und seismotektonische Methoden für erdbebentechnische Maßnahmen;
. Früherkennung von Erdrutschen und Strategien zur Milderung geomorphologischer Risiken;
. Integrierte Bewertung des Risikos von Chemikalien;
. Chemische, den Endokrinhaushalt störende Substanzen;
.Industrieabwässer: Beobachtung und Behandlung;
. Technologien zum Schutz des europäischen kulturellen Erbes (bewegliche und feste Sachwerte);

- Unter Thema 3:
. Anwendung von Methoden der Raumfahrt zur Bewirtschaftung von Küstengebieten und Beobachtung der Landnutzung, von Oberflächengewässern, Fischerei, Gefahrengebieten, der Atmosphäre und des Meeres;

- Unter Thema 4:
. Werkzeuge und Methoden zur Einschätzung der Wirkung von Strategien und Plänen auf die Umwelt;
. Umweltpolitische Instrumente und ihr kombinierter Einsatz;
. Vorgehensweisen für die Durchsetzung nachhaltiger Umweltstrategien.

Hauptziele dieser Lehrgänge sind:

- Weiter- und Fortbildung auf dem Gebiet spezifischer Themen an der Spitze der wissenschaftlichen und technologischen Entwicklung in Europa;
- Einsatz der vielseitigen Lehrkapazitäten europäischer Institutionen für transnationale Bildung;
- Verbesserung der Kommunikation zwischen Studierenden und Wissenschaftlern auf europäischer Ebene.

Kurse in Verbindung mit durch das Umwelt- und Klimaprogramm finanzierten Forschungsprojekten werden bevorzugt gefördert.

Kurse sind als Internatskurse durchzuführen, müssen eine Zeitdauer von ein bis drei Wochen haben und von einer in der Europäischen Union oder in einem mit dem Programm assoziierten Land (einschließlich EWR/EFTA-Mitglieder) ansässigen Rechtsperson veranstaltet werden. Es kann sich auch um internationale Forschungsorganisationen in der EU oder in einem mit dem Programm assoziierten Land (einschließlich der GFS der Kommission) handeln, die Erfahrung mit der Durchführung von Fortbildungslehrgängen vorweisen kann.

Bei dem Kursleiter muß es sich um einen Wissenschaftler handeln, der über besondere Erfahrungen zum Kursusthema verfügt. Die Vortragenden müssen angesehene Wissenschaftler sein, die auf ihrem Fachgebiet einen hohen Ruf haben. Vorschläge, bei denen nicht wenigstens drei Vortragende aus der EU oder einem mit dem Programm assoziierten Land kommen, bleiben unberücksichtigt.

Das Umwelt- und Klima-Arbeitsprogramm (1997-1998) und ein Dokument mit Prioritäten für die zweite Phase sind auf Antrag bei der Kommission erhältlich, des weiteren Richtlinien und eine Beschreibung der Arbeiten unter diesem oder vorhergegangenen, verbundenen Programmen.

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