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Europäische Wissenschaftsstiftung schlägt Umstrukturierung vor

Die Europäische Wissenschaftsstiftung (European Science Foundation - ESF) hat kürzlich einen Plan zur Umstrukturierung ihrer Aktivitäten während der nächsten fünf Jahre vereinbart. Die ESF hat 62 Mitglieder aus 21 Ländern, die nationalen Forschungsräten, Akademien und anderen ...
Die Europäische Wissenschaftsstiftung (European Science Foundation - ESF) hat kürzlich einen Plan zur Umstrukturierung ihrer Aktivitäten während der nächsten fünf Jahre vereinbart. Die ESF hat 62 Mitglieder aus 21 Ländern, die nationalen Forschungsräten, Akademien und anderen Fördervereinigungen angehören. Die Stiftung entwickelt und koordiniert seit 1974 multinationale Projekte im Bereich der Grundlagenforschung.

Die von der ESF unterstützte Grundlagenforschung umfaßt Geistes-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Sozial- und Naturwissenschaften sowie Medizin und Technik. Zu den wichtigsten Hilfsmitteln gehören Workshops, Wissenschaftsprogramme, wissenschaftliche Netze und Eurokonferenzen. Der Haushalt der Stiftung setzt sich aus Beiträgen der Mitgliedsorganisationen zusammen und beläuft sich derzeit auf rund 5,4 Millionen ECU. Die Wissenschaftsprogramme werden jedoch separat von den teilnehmenden Organisationen finanziert.

Die ESF hat ihre Umstrukturierungspläne parallel zum Vorschlag der Kommission für das Fünfte Rahmenprogramm entwickelt. Da die Kommission die von der EU finanzierte Forschung auf den sozioökonomischen Bedarf konzentriert, möchte die ESF die Grundlagenforschung stärken. Dementsprechend umfaßt der neue Arbeitsplan acht neue Themen:

- Erforschung der festen Erde;
- Umweltverfahren;
- Natürliche Ressourcen und Dauerhaftigkeit;
- Atommoleküle und physikalische Systeme (nichtlineare dynamische Systeme, neuartige Moleküle usw.);
- Gehirne und kognitive Wissenschaft;
- Genome und Genom-Produkte;
- Gesundheitsfragen;
- Kultur und europäische Identität.

Programme, die diese Themen ansprechen, laufen ab Januar 1998 über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren.

Die Stiftung möchte jedoch nicht die Verbindung beeinträchtigen, die sie im Forschungsbereich derzeit zur Kommission unterhält. Insbesondere ist es ihr Wunsch, unterschiedliche Bereiche wissenschaftlicher Aktivitäten nicht zwischen den beiden Organen aufzuteilen. Bei der Arbeit im Bereich großer Forschungseinrichtungen und Konferenzen wird es weiterhin zahlreiche Überschneidungen geben, und zwar insbesondere aufgrund des Engagements der Kommission, die ESF-Eurokonferenzen im Verlauf des Fünften Rahmenprogramms weiter zu finanzieren.


Quelle: Europäische Kommission, GD XIII
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