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Kommunikation der Kommission über biologische Vielfalt - Hilfe für den Schutz irdischen Lebens

Die Europäische Kommission hat eine Kommunikation über eine "Europäische Strategie für biologische Vielfalt" verabschiedet, die den gegenwärtigen Trends in der Reduzierung der biologischen Vielfalt entgegenwirken soll. Die "Strategie für biologische Vielfalt" der Kommission st...
Die Europäische Kommission hat eine Kommunikation über eine "Europäische Strategie für biologische Vielfalt" verabschiedet, die den gegenwärtigen Trends in der Reduzierung der biologischen Vielfalt entgegenwirken soll. Die "Strategie für biologische Vielfalt" der Kommission stellt einen ersten Schritt der EU in der Umsetzung der Konvention der Vereinten Nationen über biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) dar, die 1992 auf der Konferenz von Rio produziert und im Dezember 1993 von der EU ratifiziert wurde.

Die Strategie enthält allgemeine politische Zielstellungen, die sich auf ein im Frühjahr 1997 durchgeführtes weitreichendes Konsultationsverfahren stützen. Auf diese folgt die Entwicklung und Durchführung eines Aktionsplans und anderer Maßnahmen, die auf die Umsetzung der CBD-Ziele in konkrete Maßnahmen abzielen.

Die Kommunikation der Kommission legt als erstes 46 Strategieziele in vier horizontalen Hauptbereichen dar:

- Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt;
- Teilen der Nutzen, die aus der Verwertung genetischer Ressourcen entstehen;
- Erforschung, Bestimmung, Überwachung, und Austausch von Informationen;
- Allgemeine und berufliche Bildung und Bewußtsein.

Dazu gehören z. B. die Förderung von Programmen für ökologische Kennzeichnung auf Grundlage von Lebenszyklusanalysen für Produkte, deren Produktion, Verbreitung, Nutzung oder Entsorgung die biologische Vielfalt beeinflussen könnte. Sie konzentrieren sich im wesentlichen sowohl auf Beiträge zur wirtschaftlichen und sozialen Lebensfähigkeit der Systeme zur Unterstützung der biologischen Vielfalt als auch auf die Beseitigung von Anreizen mit negativen Auswirkungen auf die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt.

Die Strategie konzentriert sich dann spezifischer auf die Integration der Belange biologischer Vielfalt in relevante sektorale Maßnahmen, und legt die Ziele fest, die diese Maßnahmenbereiche im Rahmen der Entwicklung spezifischer sektoraler und sektorenübergreifender Aktionspläne verfolgen sollten. Zu den betreffenden Maßnahmenbereichen gehören:

- Bewahrung der natürlichen Ressourcen;
- Landwirtschaft;
- Fischereiwirtschaft;
- Regionalpolitik und Raumplanung ;
- Wälder;
- Energie und Verkehr;
- Tourismus;
- Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit.

In ihrem Kommentar zur Verabschiedung Kommunikation der Kommission bemerkte Frau Ritt Bjerregaard, das für die Umwelt zuständige Kommissionsmitglied: "Diese Strategie stellt einen wichtigen Meilenstein in der politischen Entscheidungsfindung im Umweltbereich dar. Sie bestimmt in relevanten Politikbereichen einen Handlungsrahmen zur Schaffung von Integration in Fragen der biologischen Vielfalt. Den Betroffenen in diesen Politikbereichen stehen nun klare Ziele zur Verfügung, so daß sie ihre Verantwortung für eine bessere Umwelt übernehmen können".


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers

Fachgebiete

Biotechnologie - Strategien
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