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Kommission unterstützt Forschung auf dem Gebiet der übertragbaren, spongiformen Enzephalopathien

Die Europäische Kommission hat vor kurzem Mittel in Höhe von 21,9 Mio. ECU für die Finanzierung von 22 neuen Projekten auf dem Gebiet der übertragbaren, spongiformen Enzephalopatien (TSE) bewilligt.

Diese Projekte wurden aus 66 Projektvorschlägen ausgewählt, die auf eine geme...
Die Europäische Kommission hat vor kurzem Mittel in Höhe von 21,9 Mio. ECU für die Finanzierung von 22 neuen Projekten auf dem Gebiet der übertragbaren, spongiformen Enzephalopatien (TSE) bewilligt.

Diese Projekte wurden aus 66 Projektvorschlägen ausgewählt, die auf eine gemeinsame Aufforderung zur Unterbreitung von Vorschlägen für FTE-Maßnahmen auf dem Gebiet der spongiformen Enzephalopathien (TSE) eingingen, die im April 1997 von der Kommission bekanntgemacht wurde (ABl. Nr. C 134 vom 29.4.1997, S. 17). Sie befassen sich mit Gesichtspunkten wie der Möglichkeit der Übertragung auf den Menschen, der Klärung der Rolle und Struktur des "Prions" und der Anwendung neuer therapeutischer Strategien.

Die Finanzierung dieser 22 neuen Forschungsprojekte über TSE wird von den drei "Biowissenschaften und Technologie"-Programmen der Europäischen Union finanziert, d.h. von: FAIR (drei Projekte); BIOMED (12 Projekte) und BIOTECH (sieben Projekte).

Ein BIOTECH-Projekt, bei dem sich zwei bekannte Laboratorien mit fünf neuen, auf diesem Gebiet tätigen Forschungsteams zusammengefunden haben, soll versuchen, die Funktion des normalen Prpc-Proteins zu ermitteln und die Vorgänge aufklären, der bei der Umwandlung in die pathogene PrPsc-Form ablaufen. Eines der vom BIOMED-Programm unterstützten Projekte stellt auf die Entwicklung einer neuen Methode für das Creutzfeld-Jacob-Syndrom auf der Basis von NMR und ohne einen Eingriff ab. Ein anderes BIOMED-Projekt unterstützt die Entwicklung eines Systems zur "in vitro"-Untersuchung potentieller therapeutischer Wirkstoffe.

Zu den vom FAIR-Programm unterstützten Projekten zählt die Einrichtung des ersten europäischen Netzes zur epidemiologischen Beobachtung der Traberkrankheit (Scrapie, TSE des Schafs). Dieses Netz hat 15 Partner in 11 Ländern, so daß es möglich wird, Epidemien zeitlich und räumlich einzuordnen und Methoden für die Entnahme, Lagerung und Untersuchung von Proben und Daten zu entwickeln.

Die Finanzierung dieser Projekte folgt auf die Entschließung des Europäischen Parlaments und des Ministerrats vom 1. Dezember 1997 über die Aufstockung des Gesamnthaushalts für EU-Forschungsprogramme um 115 Mio. ECU, darunter 35 Mio. ECU für TSE-Forschung.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers

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