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Eröffnung der neuesten Bildungseinrichtung für Schulabbrecher in England

Frau Edith Cresson, Europäische Kommissarin mit Verantwortung für Forschung, Innovation, allgemeine/berufliche Bildung und Jugend sowie Herr David Blunkett, der britische Bildungsminister, eröffneten am 3. März 1998 in Leeds, England, eine Second Chance School" (s. Überschrift...
Frau Edith Cresson, Europäische Kommissarin mit Verantwortung für Forschung, Innovation, allgemeine/berufliche Bildung und Jugend sowie Herr David Blunkett, der britische Bildungsminister, eröffneten am 3. März 1998 in Leeds, England, eine Second Chance School" (s. Überschrift). Es handelt sich dabei um die Einweihung der ersten derartigen Schule im Vereinigten Königreich, wodurch die Gesamtziffer der am Pilotprojekt Bildungseinrichtungen für Schulabbrecher teilnehmenden Mitgliedstaaten auf elf ansteigt.

Die Stadt Leeds wurde unter 26 lokalen und regionalen Antragstellern im Vereinigten Königreich für dieses Pilotprojekt ausgewählt. Sie hatten sich alle - im Nachgang zur Veröffentlichung des 1995 von der Kommission verabschiedeten Weißbuchs über allgemeine und berufliche Bildung - direkt an die Kommission gewandt. Bildungseinrichtungen für Schulabbrecher wurden im Rahmen des dritten im Weißbuch aufgeführten Ziels vorgeschlagen: Kampf gegen Ausgrenzung.

Die Bildungseinrichtungen für Schulabbrecher dienen zum Ausgleich der Unfähigkeit des herkömmlichen Bildungswegs, die Erfordernisse bestimmter benachteiligter Gruppen der Gesellschaft zu erfüllen. Wenn junge Leute durch das bestehende Schulsystem keine Qualifikationen erhalten, bieten ihnen die Bildungseinrichtungen für Schulabbrecher Gelegenheit, in einem anderen Umfeld Qualifikationen zu erlangen. Die Beschaffenheit dieses zweiten Bildungswegs variiert je nach den auf lokaler bzw. einzelstaatlicher Ebene identifizierten Bedingungen und Erfordernissen, wobei jedoch bestimmte Merkmale allgemeine Gültigkeit haben, wie u.a.:

- Partnerschaften zwischen Lokalbehörden, sozialen Einrichtungen sowie Unternehmen im öffentlichen und Privatsektor;
- pädogischer Ansatz, Ausrichtung auf individuelle Erfordernisse sowie Förderung des aktiven und konstruktiven Lernens;
- Aneignung von Kenntnissen hinsichtlich Informatik und neuen Technologien;
- Die Schulen werden in benachteiligten Gegenden eingerichtet, wo junge Menschen leben, die mit schwerwiegenden Problemen konfrontiert sind.


Quelle: Europäische Kommission, Dienst des Sprechers

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