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Rahmenprogramm

FP2-FRAMEWORK 2C

Vorheriges Programm

JRC-FUSAFE 3C

Nachfolgeprogramm

JRC-FUSAFE 5C

Programmfinanzierung

EUR 60 million

Referenz zum Amtsblatt

L 286 von 1988-10-20

Rechtsrahmen

88/522/Euratom von 1988-10-14
Untersuchung der Sicherheitsaspekte der Technologie der gesteuerten Kernfusion, einschließlich des Next European Torus (NET) und des geplanten Tritium-Labors.

Kurzbeschreibung

Teil des Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung (1987-1991) unter Subaktivität 5.2: "Gesteuerte Kernfusion".

Dieses zweite Programm der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) über die Technologie der Kernfusion und ihre Sicherheit ist voll in die Tätigkeit der assoziierten europäischen Laboratorien im Rahmen des gemeinschaftlichen Kernfusionsprogramms (1985-1989) eingebunden. Auf Wunsch des Europäischen Parlaments wurden von Anfang an Umweltstudien im Forschungsumfang miteingezogen.

Unterteilung

Drei Gebiete:

- Beitrag zur Vorkonstruktion des Next European Torus (NET) auf direkten Antrag des Teams, das bei IPP-Garching (Deutschland) tätig ist. Spezifische Gebiete sind die mechanische Konfiguration, die Konstruktion der Plasmaschicht und der Bau des Tritiumbrüters sowie die Methoden für die Aufrechterhaltung des Betriebs und die Fernbedienung;

-Beitrag zur Datenbank der Werkstoffe, die für die Konstruktion der NET-Bauteile erforderlich sind. Dazu gehören strukturelle Werkstoffe sowie Lithium-Blei als Brüter;

- Simulation der normalen Funktion und des Verhaltens bei Störfällen der NET-Bauteile. Dies gilt insbesondere für Wärmeermüdung und die Standzeit der Hauptschutzwand sowie für die Wechselwirkung zwischen Lithium-Blei/Wasser für den Fall des Bruchs einer Kühlmittelrohrleitung.

Abgesehen von diesen Aktivitäten, bei denen die Gemeinsame Forschungsstelle das NET-Projekt direkt unterstützt, befaßt sich die Stelle auch mit den allgemeineren Gesichtspunkten der Kernfusionstechnologie, d.h.
- Untersuchung fortgeschrittener Werkstoffe auf Eignung für den Einsatz in Kraftwerken nach NET;
-Sicherheitseinschätzungen der Kernfusion wie z.B. Störfall- und Umweltanalysen, die Ermittlung von sicherheitsbezogenen Informationen sowie die Definition von sicheren Handhabungsverfahren für Tritium. Das Hauptwerkzeug für die Prüfung der sicheren Handhabung von Tritium ist das europäische Versuchslabor für die Handhabung von Tritium (ETHEL) in Ispra, das bis Ende 1990 seine Tätigkeit aufnehmen soll.

Auch die Unterstützung des Jont European Torus auf Anforderung bei spezifischen Problemen ist vorgesehen.

Ausführung

Die Kommission ist für die Durchführung des Programms zuständig. Dabei wird sie vom Gouverneursrat der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) unterstützt. Das Projekt wird am GFS-Institut für Systemtechnik in Ispra bzw. Petten realisiert.

In Kooperation mit dem Gouverneursrat gewährleistet die Kommission regelmäßige Beratungen mit den zuständigen Management- und koordinierenden beratenden Ausschüssen (CGC) bzw. den entsprechenden Ausschüssen, um die Koordinierung und die einheitliche Vorgehensweise bei Aktionen unter Kostenteilung und GFS-Aktivitäten auf den gleichen Gebieten sicherzustellen.

Die Kommission legt dem Europäischen Parlament jedes Jahr bis zum 31. März einen Bericht über die Durchführung dieses Beschlusses vor. Zu einem späteren Zeitpunkt soll ein Bericht über die durchgeführten Forschungsarbeiten vorgelegt werden, der von einem Gremium von externen Experten ausgewertet wird.

Fachgebiete

Kernfusion - Sicherheit
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