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Reintegration of coal ash disposal sites and mitigation of pollution in the West Balkan area

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Westliche Balkanstaaten bringen Kohlenascheproblem in Ordnung

Gemeinden, Landwirte und Kraftwerke in den westlichen Balkanstaaten haben mit Unterstützung der EU neuartige Wege geschaffen, schädliche Kohlenascherückstände aus der Umwelt herauszuhalten.

Industrielle Technologien

Auf dem westlichen Balkan war die Entsorgung von Kohlenasche als eine Quelle der Umweltverschmutzung und Toxizität für die umliegenden Gemeinden zu betrachten, woraufhin der Ruf laut wurde, diese Gefahr in Angriff zu nehmen. Das Recoal-Projekt ("Reintegration of coal ash disposal sites and mitigation of pollution in the West Balkan area") beachtete die Belange der Region und arbeitete an der Suche nach einer realisierbaren Lösung. Das von der EU finanzierte Projekt verfolgte das Ziel, die Risiken von Aschedeponien zu bewerten, sozioökonomische Auswirkungen zu prüfen und neue kostengünstige Methoden zur Sanierung von Kohlenaschedeponien einschließlich der Behandlung kontaminierten Wassers zu testen. Die Projektziele wurden mit Hilfe einer Kombination ökologischer, agronomischer, technologischer und sozioökonomischer Ansätze erreicht. Zu den vorgeschlagenen speziellen Lösungen zählten unter anderem die Abdeckung des Bodens zur Verringerung des Transfers toxischer Elemente sowie der Einbau von Filter- und Belüftungssystemen im industriellen Bereich. Die Lösungen beinhalteten außerdem den Schutz der Nahrungskette unter Einsatz von lokalen, wenig Schadstoff aufnehmenden Pflanzensorten, Bodenbedeckung und Bodenverbesserungsmitteln. Auch Staubreduzierung durch Landschaftsgestaltung mit Erosions- und Windschutzstreifen, geeigneter Pflanzenauswahl, passender Fruchtfolge und Zwischenkultur, um eine dauerhafte Vegetationsdecke zu schaffen, trägt zu kostengünstigen Lösungen bei. Die Behandlung der Umweltverschmutzung in den Flüssen der Region basierte auf neuartige Bodenfilterungsverfahren wie Phytoextraktion, Rhizofiltration und chemischen Fixierungstechnologien. Die Lösungskonzepte wurden gemeinsam mit Landwirten, Gemeinden, Kraftwerken und andere Interessengruppen entwickelt. Das Projekt nahm eine umfassende Einschätzung der Situation vor und schlug dann die praktikabelsten Verfahren und erforderlichen Technologien vor. Die Forscher führten viele Tests und Experimente durch, um die besten Konzepte zu gewährleisten, und erarbeiteten Entscheidungsinstrumente zur Feinabstimmung der Strategie zur Altlastensanierung und Reintegration von Kohleaschedeponien. Ein am Ende des Projekts durchgeführter Workshop für Interessengruppen und ein zu den relevanten Themen veröffentlichtes Handbuch soll die Interessierten nun zur Erreichung des Ziels einer saubereren Umwelt, frei von Umweltverschmutzung durch Asche, hinführen.

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