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"Lebendiges" Portal für umweltfreundliche Innovationen

Ein EU-finanziertes Projekt hat ein Internetportal erstellt, das Informationen umgruppiert und den Zugang zu politischen Maßnahmen, Fällen von Best-Practice und Forschungsdaten für Öko-Innovationsprojekte erleichtert.
"Lebendiges" Portal für umweltfreundliche Innovationen
Die Zunahme an umweltfreundlichen Projekten hat in steigendem Maße für viele – politische Entscheidungsträger, Unternehmen und die Zivilgesellschaft im Allgemeinen – an Priorität gewonnen. Projektziel von GREENXPO (Maintaining all green and eco-innovation results in a living portal) war, diese Akteure dabei zu unterstützen, mit den Entwicklungen in der Welt der Öko-Innovation Schritt zu halten.

GREENXPO vereinte anhand einer gemeinsamen Methodik erstmalig Wissen aus dem Bereich Öko-Innovation verschiedener Sektoren einschließlich Technologien, Dienstleistungen, Geschäftsmodellen, Prozessen und politischer Richtlinien. Potenzielle Funktionalitäten wurden hervorgehoben und auch die Stufe der technologischen Reife für den Markterfolg sowie die Umsetzung in politische Maßnahmen wurden durch Anwendung des generischen Reifegradmodells (Generic Maturity Scale) als ein neues und einzigartiges Merkmal bewertet.

Zur Ergänzung des Portals wurden Veranstaltungen zum Informationsaustausch organisiert und es wurde in das Portal eine Social-Media-Schnittstelle integriert. Damit das Portal nach Ablauf von GREENXPO aktiv bleiben kann, hat das Konsortium einen Geschäftsplan aufgestellt, so dass das Portal als das Öko-Innovations-Wissensportal für Forschende, politische Entscheidungsträger und Unternehmen erhalten bleibt.

Zur Verbreitung von Informationen und bestmöglicher Verfahren wurden mehr als 190 Fälle von Öko-Innovationen in den Bereichen Technik, Nicht-Technik, Politik und Netzwerke, Tendenz steigend, auf dem Portal veröffentlicht. Das Projekt ist auch mit Asien in Kontakt getreten und hat neben europäischen auch asiatische Fälle von Öko-Innovationen (siehe GREENXPO.tw) abgedeckt.

Das von den Teilnehmern der Veranstaltungen und Treffen sowie von den Besuchern der Internetseite eingegangene Feedback spielte eine wichtige Rolle für den Verbreitungserfolg. Die eindrucksvollsten, in Hinsicht auf Qualität und Quantität präsentierten Fälle wurden positiv hervorgehoben, wobei die Beteiligten Interesse daran bekundeten, zu dem Projekt beizutragen und ihre eigenen bestmöglichen Verfahren auf dem Portal einzustellen.

Ein analytischer Rahmenplan lenkte die Erstellung der Leitliniendokumente. Insgesamt mehr als 5 000 politische Entscheidungsträger sowie öffentliche Gremien auf verschiedenen Ebenen (EU, MS, regional und kommunal) wurden ebenso wie Industrievertreter kontaktiert. Politische Orientierungshilfe steht bei effizienten Maßnahmen zur Verfügung, um die Einführung von Öko-Innovationen durch alle interessierten Parteien zu unterstützen.

Überdies wurden für jeden Sektor Fälle identifiziert, die mit Erfolg zur Öko-Innovation in fünf traditionellen Sektoren (Bauwesen, chemische Industrie, Papier und Zellstoff, Lebensmittel und Getränke sowie Energie) beigetragen hatten. Auch Misserfolge waren zur Analyse zu Lernzwecken von Nutzen.

Das GREENXPO-Projekt hat auf sämtlichen Ebenen die Erwartungen in Bezug auf die Förderung der Zusammenarbeit und Teamarbeit übertroffen. Das INNOVATIONSEEDS-Portal hat eine offene virtuelle Gemeinschaft aufgebaut, die in April 2015 mehr als 3 000 Besucher registrierte, womit das ursprüngliche Ziel überschritten wurde. Zudem trafen sich mehr als 800 Menschen bei persönlichen Treffen, um Ansätze zur Beschleunigung der Einführung von Öko-Innovationen zu diskutieren. Auf Unternehmensebene haben die Netzwerke weltweit fast 100 000 Firmen einbezogen.

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Schlüsselwörter

Internetportal, Öko-Innovation, GREENXPO, politische Entscheidungsträger, Netzwerk
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