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Ein Gefrierschutzprotein verbessert die Lagerung von Lebensmitteln

In einem EU-finanzierten Projekt machte man sich ein Gefrierschutzprotein (antifreeze protein, AFP) zunutze, um Eisschäden zu verhindern, die durch Gefrieren entstehen, sowie um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu erhöhen.
Ein Gefrierschutzprotein verbessert die Lagerung von Lebensmitteln
Fortgeschrittene Methoden zur Gefrierlagerung haben die Haltbarkeit von Lebensmitteln deutlich erhöht und für die Supermärkte einen verbesserten Zugang zu globalen Importen geschaffen. Leider können durch den Gefrier- und Auftauprozess Eiskristalle entstehen, welche die Zellwände aufreißen und somit den Produkten schaden.

Das Ziel des Projekts "Freeze control in food by ice binding proteins" (FREEZECONTROL BY IBP) bestand darin, herauszufinden, ob solche Schäden mit AFP verhindert werden könnten. Im Projekt wurden die Technologien zur Kryokonservierung, für die das AFP bereits genutzt wird, weiterentwickelt, um die Bildung zellschädigender Eiskristalle zu verhindern. Es ist bekannt, dass Organismen mithilfe dieses Organismus' Minustemperaturen überleben können.

Die Forscher entwickelten zwei neue Technologien zur Messung der AFP-Aktivität. Bei der ersten handelt es ich um ein speziell angefertigtes computergesteuertes Gefriertischmikroskop; die zweite ist ein Mikrofluidik-Gerät, das die Temperaturkontrolle bei Eiskristallen in einer mikroskopischen Umgebung ermöglicht.

Die Forscher fanden heraus, dass eine bestimmte AFP-Klasse die Rekristallisation und die Formgebung der Eiskristalle stärker beeinflusst. Wenn man diese beiden Prozesse verhindern könnte, würde eine verbesserte Kryokonservierung möglich sein. Im Rahmen des Projekts konnte auch die Produktion größerer AFP-Mengen erzielt werden, was für die Kryokonservierungs-Forschung notwendig ist.

Insgesamt haben die Forschungsarbeiten gezeigt, dass eisbindende Proteine wie AFP über das Potenzial verfügen, die Qualität der Tiefkühlkost zu erhöhen. Durch sie könnte man das Kühlkettenmanagement verbessern und somit die Verschwendung von Lebensmitteln verringern. Zudem könnte man auch die gesundheitlichen Risiken minimieren, die mit dem Im- und Export von Tiefkühlprodukten einhergehen.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Gefrierschutzprotein, Lagerung von Lebensmitteln, Eisschäden, Überwachung des Gefrierens, eisbindende Proteine
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