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Ein neuer Ansatz zur Steigerung des Frachtverkehrs

Die mitteleuropäischen Binnenwasserstraßen sind nicht ausgelastet, was an Faktoren wie der alternden Flotte, den niedrigen Gewinnen, hohe Treibstoffkosten und langen Verzögerungen liegt. Eine EU-Initiative befasste sich mit der Frage, wie der Verkehr mit innovativen technischen und logistischen Lösungen gesteigert werden kann.
Ein neuer Ansatz zur Steigerung des Frachtverkehrs
Um die grenzüberschreitenden europäischen Herausforderungen für einen optimierten Binnenschiffcontainertransport zu bewältigen, muss der Umschlag vollständig in die europäische Transport- und Logistikkette integriert werden. Um dies zu erreichen, befasste sich das EU-geförderte Projekt NEWS (Development of a next generation European inland waterway ship and logistics system) mit der Frage, wie der Containertransport auf Binnenwasserstraßen effizienter gestaltet werden kann.

Durch die Umwandlung der Häfen im Donaubecken in Logistikzentren und effiziente Terminals wollte das Projekt dazu beitragen, das Frachtaufkommen entlang des Flusses bis 2020 um 20% zu erhöhen. Das Projekt konzipierte einen neuen Schiffstyp, um die Kohlendioxidemissionen durch den Containerverkehr zu minimieren und die Verkehrsverbindungen in ganz Kontinentaleuropa zugänglicher zu machen, indem Engpässe entlang der Hauptfrachtroute Rhein/Maas-Main-Donau beseitigt werden.

Hierfür definierten die Projektmitglieder das Konzept und validierten die technischen Spezifikationen eines neuen Containerschiffs für Binnenwasserwege. Sie entwarfen Schiffsrümpfe für einen effizienten Containertransport in flachen und niedrigen Gewässern sowie ein elektrisches Antriebssystem, das alternative Energiequellen und Kraftstoffe verwendet. Das neue Schiff wurde entwickelt, um die Ressourceneffizienz um bis zu ein Drittel zu steigern und die Schadstoffemissionen von Schiffen zu reduzieren.

Die Obere Donau zwischen Deutschland und Ungarn wurde als der vielversprechendste Bereich für den Betrieb des Systems identifiziert. In diesem Zusammenhang analysierte das Team das Logistiknetz des Zielgebiets und integriert das Schiff in intermodale Transportketten in der Donauregion. Dies erleichterte die Beurteilung der aktuellen und die Planung von potentiellen neuen Transportketten mit dem System.

Obwohl das neue Schiffsdesign sehr vielversprechend ist, ist der Investitionsaufwand zu diesem Zeitpunkt noch zu hoch, um es wirtschaftlich rentabel zu machen. Allerdings skizzierte das Projektteam eine Reihe von Empfehlungen und Logistikansätzen, um den Binnenschifffrachtverkehr zu rationalisieren.

Das Schiffsdesign könnte schließlich für zukünftige Forscher als inspirierend erweisen und so dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Binnenschifffahrt zu verbessern und das Verkehrsaufkommen entlang ihrer Strecken zu steigern.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Binnenschifffahrt, Containertransport, Fracht, Logistik, Cargo
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