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Untersuchung von Luftqualität und Klimawandel über ein globales Netz

Forscher haben ein operatives Netz für die Ausweitung der Forschung zur Luftqualität und zum Klimawandel auf globaler Ebene eingerichtet. Über das Netz werden die Dokumentation von Überwachungsdaten harmonisiert, Forscher hinsichtlich Datenbereitstellung und Datenproduktnutzung ausgebildet, die Forschung unterstützt und Zugang zu wissenschaftlichen Einrichtungen ermöglicht.
Untersuchung von Luftqualität und Klimawandel über ein globales Netz
Strahlung sowie atmosphärische Faktoren wie Aerosole, Wolken und Treibhausgase wirken sich auf den Klimawandel und die Luftqualität aus und beeinträchtigen die Gesundheit und Umwelt. Ein freier Zugang zu hochqualitativen Daten könnte Forschungsmaßnahmen zur Überwindung dieser negativen Effekte beflügeln.

Das Projekt ACTRIS (Aerosols, clouds, and trace gases research infrastructure network) stellt eine koordinierte Forschungsinfrastruktur dar, die Langzeitdaten des Erdbeobachtungssystems (Earth Observing System, EOS) liefert. Das EOS führte langfristige globale Beobachtungen zu der Landoberfläche, der Biosphäre, der Atmosphäre und den Ozeanen der Erde durch.

ACTRIS zielte darauf ab, das EOS global zugänglich zu machen und somit Wissenschaftlern weltweit eine umfassende Nutzung des Systems zur Forschung im Hinblick auf den Klimawandel und die Luftqualität zu ermöglichen. Im Fokus des Projekts standen in erster Linie die Ausbildung und die Entwicklung standardisierter Techniken, Instrumente und Infrastrukturen. Diese wurden mit sämtlichen experimentellen Prozessen kompatibel gemacht, um eine Integration von Forschern weltweit zu ermöglichen.

Die Projektpartner haben neue Integrationsinstrumente entwickelt, um den Nutzen mehrerer Techniken an den bodenbasierten Stationen voll und ganz auszuschöpfen. Im Fokus standen insbesondere die Kalibrierung, Validierung und Integrierung von Satellitensensoren sowie Verbesserungen der Parameter, die in Klima- und Luftqualitätsmodellen in einem globalen und regionalen Maßstab Anwendung finden. Im Zuge von ACTRIS wurden ebenfalls Richtlinien für bewährte Verfahren zum Sammeln von Daten und zum Datenmanagement bereitgestellt und die Entwicklung innovativer Beobachtungstechnologien für Aerosole, Wolken und Spurengase über neue Partnerschaften gefördert.

Ein dediziertes Datenzentrum ermöglichte einen freien Zugang zu Klima- und Luftqualitätsforschungsdaten in dem Netz und bot Unterstützung für das Melden von Beobachtungsdaten. Das Datenzentrum stellte ebenfalls Instrumente für eine verbesserte und einfachere Nutzung atmosphärischer Beobachtungen bereit, wobei die Kombinierung wichtiger atmosphärischer Variablen und deren Parameter für Bewertungen des Klimawandels und Wettervorhersagen betont wurden.

ACTRIS lieferte grundlegende Kapazitäten für eine verbesserte Beobachtung von Aerosol- und Spurengasen über internationale Netze. Das Projekt leistete einen Beitrag zur Harmonisierung von Beobachtungen, zur Qualitätssicherung und zur grundlegenden Entwicklung sowie Implementierung neuer oder verbesserter Messprotokolle. Es war zudem für die Implementierung von Überwachungsstrategien dieser internationalen Programme von entscheidender Bedeutung.

Dank des integrierten Ansatzes wird sich das ACTRIS-Projekt zu einer wichtigen Infrastrukturreferenz entwickeln. Eine engere Beziehung zu den Vereinigten Staaten und die Zusammenarbeit mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wird die Entwicklung innovativer Technologien zur Validierung der Luftqualität sowie von politischen Maßnahmen zum Klimawandel beflügeln. Hiervon profitieren auch europäische KMU im Wettbewerb um die Weltmärkte.

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Schlüsselwörter

Luftqualität, Klimawandel, Aerosole, Wolken, Spurengase, Earth Observation System, Forschungsinfrastruktur
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