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Neue Technologien gegen neue Schadstoffe 

Der Wasser- und Abwassersektor auf der ganzen Welt steht vor großen Herausforderungen, um sicherzustellen, dass die Menschen Zugang zu einer sicheren, kosteneffizienten und nachhaltigen Wasserversorgung haben. Zu den Problemen gehören eine wachsende Bevölkerung, die alternde Infrastruktur, neu entstehende chemische und mikrobiologische Schadstoffe sowie eine Zunahme der Häufigkeit von Überschwemmungen und Dürren aufgrund des Klimawandels. 
Neue Technologien gegen neue Schadstoffe 
Neue Schadstoffe waren Gegenstand zahlreicher europäischer Forschungsprojekte, die zu neuen Technologien und Verfahren für deren Behandlung, Überwachung und Erkennung führten. Das Projekt DEMEAU (Demonstration of promising technologies to address emerging pollutants in water and waste water) erleichterte die Aufnahme von Kenntnissen, Prototypen und Praktiken aus früheren EU-Forschungen, damit der Wasser- und Abwassersektor den Kampf gegen neue entstehende Schadstoffe aufnehmen kann.

DEMEAU nutzte vier Gruppen von vielversprechenden Technologien aus früheren Forschungsprojekten: gesteuerte Grundwasseranreicherung (MAR), Hybridkeramikmembranfiltration, fortschrittliche Hybrid-Oxidationsprozesse und Biotests. Die Nutzung der Ergebnisse erreichte man durch Forschungskooperationen mit Universitäten, Instituten, kleinen und mittleren Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern. Wasserversorger wurden ebenfalls beteiligt und werden als Startrampe für diese neuen Technologien wirken, um so ihre breitere Aufnahme zu gewährleisten.

Die Projektpartner entwickelten ein neues MAR-Autorisierungssystem, das die europäischen Wasserrichtlinien unterstützt und gleichzeitig Energieverbrauch und Kosten minimiert. Sie schufen eine Toolbox, um Betreiber und Wasserbehörden zu unterstützen. Das Konsortium entwickelte auch eine verbesserte Reaktorkonstruktion für Keramikmembranen zur Trinkwassergewinnung und Verfahren auf der Basis von Hybridkeramikmembranen für die Grauwasseraufbereitung.

Darüber hinaus demonstrierten die Forscher nachhaltige und kosteneffiziente Oxidationstechnologien, um Mikroverunreinigungen aus Trinkwasser und Abwasser zu entfernen. Ein Entscheidungshilfewerkzeug für die Implementierung von Oxidationstechnologien wurde auf Basis der Wasserqualitätsbewertung auf regionaler Ebene entwickelt.

Biotests für die Wasserqualitätsbewertung wurden validiert und ein Protokoll für die Durchführung von Biotests in den Wasserüberwachungsprogrammen von Wasserversorgern wurde erarbeitet. Um dauerhaftes Auswirkungen sicherzustellen, wurden die Projektergebnisse unter Wasserversorgern, Technologieanbietern, politischen Entscheidungsträgern und Normungsgremien verbreitet. DEMEAU beteiligte auch die allgemeine Öffentlichkeit durch ein Video, das die Kosten für die Behandlung von Trinkwasser und Abwasser erklärt.

DEMEAU schöpfte erfolgreich die Ergebnisse früherer europäischer Forschungsprojekte auf dem Gebiet von Wassertechnologien aus, um sich der Herausforderung von neu entstehenden Schadstoffen im Wasserkreislauf zu stellen. Das Projekt überwand sowohl technische als auch nicht-technologische Hindernisse, um eine breitere Wirkung und größere Marktdurchdringung zu fördern, und hilft so, die EU zu einem Marktführer in diesem Bereich zu machen.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

neue Schadstoffe, Wasser, Abwasser, DEMEAU, gesteuerte Grundwasseranreicherung, Keramikmembran, Oxidation, Biotests 
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