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Die Dynamik des Nahrungsnetzes der Ozeane verstehen

Die Forscher verwendeten einen multidisziplinären Ansatz, um die Auswirkungen des Klimawandels und der menschlichen Aktivitäten auf die Nahrungsnetze im zu messen.
Die Dynamik des Nahrungsnetzes der Ozeane verstehen
Plankton sind im Meer lebende mikroskopisch kleine Pflanzen (Phytoplankton) und Tiere (Zooplankton), die einen wesentlichen Teil des pelagischen Nahrungsnetzes bilden. Am unteren Ende der Nahrungskette wandelt Phytoplankton als Primärproduzent Sonnenlicht in Kohlenhydrate um. Und da Phytoplankton von Zooplankton und dieses wiederum von höheren Organismen wie Fischen gefressen wird, spielen die Organismen eine entscheidende Rolle bei der Verknüpfung von Nahrungsnetzen.

Das EU-finanzierte Projekt "Isotopes of zooplankton to measure climate and human impacts on pelagic food webs" (ISOZOO) analysierte die Umweltbedingungen, die sich auf die Nahrungsnetzstrukturen zwischen Phyto- und Zooplankton auswirken.

Um die Auswirkungen der künftigen nährstoffarmen Meere zu simulieren, beprobten und charakterisiert die Forscher Nahrungsnetzstrukturen in den Ozeanen von nährstoffreichen bis nährstoffarmen Umgebungen. Anhand der Daten aus Mittelmeer und Südpazifik, Nordpazifik und Süd-Atlantik bestätigten die Forscher, dass die Nahrungsketten in nährstoffarmen Regionen länger waren als in nährstoffreichen.

Da mit jedem Glied in der Nahrungskette Energie verloren geht, hat die Länge der Kette eine große Wirkung auf Raubtiere am oberen Ende. Große, hochproduktive Phytoplanktonarten, die nährstoffreiche Bedingungen fördern, benötigen weniger trophische Stufen und führen zu mehr Tier- und Fischbiomasse.

Umgekehrt führt in nährstoffarmen Regionen eine niedrige Primärproduktion von kleinerem Phytoplankton zu einer erhöhten Lebensmittelkettenlänge, einem höheren Energieverlust und weniger Biomasse von Raubtieren.

ISOZOO wird anhand der bekannten Nährstoffverhältnisse zwischen Zooplankton und Phytoplankton einen Zooplankton-Nahrungsnetzindex entwickeln, um klimabedingte Veränderungen der Meeresbedingungen zu beobachten. Letztendlich sollen die Daten in Ökosystemmodelle integriert werden, um das Management der maritimen Nahrungsnetze im Rahmen prognostizierter Veränderungen der ozeanischen Nährstoffbedingungen zu verbessern.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Scientific Research

Schlüsselwörter

Ozean-Nahrungsnetz, Phytoplankton, Zooplankton, pelagisch, Nahrungskette, menschliche Einflüsse
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