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Brandschutz für Bauholz

Ein EU-Team entwarf und testete eine neue Beschichtung zur Verbesserung des Feuerwiderstands von Bauholz. Versuche erzielten eine 11%ige Verbesserung des Holzschutzes durch die Kohle-Schicht, und die Arbeit soll nun weiter entwickelt werden.
Brandschutz für Bauholz
Holz bietet viele Vorteile als Baustoff, einschließlich Nachhaltigkeit, aber seine Brennbarkeit setzt dem industriellen Einsatz Grenzen. Obwohl aktuelle Brandschutzbeschichtungen eine Teillösung bieten, erfüllen diese Produkte immer noch nicht die erforderlichen Leistungsniveaus.

Das von der EU finanzierte REACTAFIRE-Projekt (Advanced Systems for Wood Fire Protection) entwickelte eine neue Schutzschicht mit den erforderlichen Eigenschaften. Die Beschichtung wurde entworfen, um einen mindestens 60-minütigen Holzschutz während eines Brandes zu bieten. Die Dauer sollte die für eine sichere Evakuierung verfügbare Zeit verlängern und die strukturelle Stabilität erhöhen. Die Beschichtung sollte eine äußere Kohleschicht schaffen und das Holzinnere vor weiterer Verkohlung isolieren. Eine zentrale Forschungsfrage war, ob eine solche Veränderung der Kohleeigenschaften den beabsichtigten Feuerwiderstand verleihen würde.

Das Team erforschte zunächst den Markt und bestätigte mit dieser Arbeit einen Bedarf an fortgeschrittenen Holzschutzmethoden. Die Überprüfung zeigte, dass Designer einen solchen Schutz benötigen, um die Gestaltung größerer Gebäude mit Holz anstelle von Stahl und Beton zu ermöglichen. Die Überprüfung unterstrich auch die Gebäudeanfälligkeit hinsichtlich Brandstiftung während des Baus.

Forscher schlugen mehrere Beschichtungslösungen vor, einschließlich Ceriumoxid. Die anfängliche Prüfung der Verbindung als Holzbeschichtung wies auf eine mögliche Verbesserung des Brandverhaltens des Holzes hin. Nachfolgende Tests zeigten keine ausreichende Verbesserung, so dass das Projekt auf die Entwicklung und Prüfung eines Silikatmaterials umgestellt wurde. Die Entwicklung von Ceriumoxid wurde fortgesetzt, aber als Dichtmittel zur Verhinderung der Feuchtigkeitsabsorption.

Proben-Chargen beider Substanzen wurden erfolgreich getestet. Mit den Tests wurde die höchstmögliche Leistung nach EU-Standards erreicht und zeigte eine 11%ige Verbesserung der Kohleleistung im Vergleich zu unbehandeltem Holz.

Die Tests umfassten auch Pinsel- und Sprayanwendungstechniken. Das Produkt ist derzeit hoch belastet und trocknet zu schnell für die praktische Anwendung. Weiterhin ist das Produkt anfällig für Feuchtigkeit, und eine obere Beschichtung muss angewendet werden, sobald die Basisbeschichtung trocknet, da sich ansonsten pulverförmige Ergebnisse ergeben.

Mitarbeiter von REACTAFIRE gelangten zu dem Schluss, dass das Konzept des Projekts weiterentwickelt werden muss, bevor Patentanträge möglich werden. Das Team hat Vorkehrungen getroffen, um die Forschung nach Abschluss des Projekts fortzusetzen. % L% LBei der Weiterentwicklung sollen die Ergebnisse des Projekts ein tragfähiges Produkt liefern. Ein Markt ist vorhanden und geeignete Holzbeschichtungen werden schließlich die Sicherheit und Haltbarkeit von Fachwerkbauten verbessern.

Verwandte Informationen

Fachgebiete

Regional Development

Schlüsselwörter

Brandschutz, Holz, REACTAFIRE, Ceroxid, Holzbeschichtung
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